Rudi Benétik: Im Bienenstock ist’s finster

25. November 2016, 17:17
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Ausstellung des Kärntner Künstlers im Werner-Berg-Museum in Bleiburg/Pliberk

Mit seiner reduzierten Formensprache versucht der Kärntner Künstler Rudi Benétik Unsichtbares sichtbar zu machen. Mit den Mitteln der Collagetechnik wird die Alltagswelt aufgehoben in einer fiktiven Wirklichkeit, die wie eine Flaschenpost auf unser Auge trifft. Benétik greift tief in die unscheinbare Realität und bringt die kaum wahrgenommenen und übersehenen Fundstücke der Natur und Alltagswelt zum Vorschein.

Hämolymphe – Das Blut der Biene heißt Benétiks aktuelle Vernissage. Die Hämolymphen sind die Energiebahnen des Lebens, die als Körperflüssigkeit manchen Insekten von der Evolution mitgegeben wurden. Spätestens wenn die Bienen verschwunden sind, wird die Ampel auf Rot springen. Denn es handelt sich um kein Imkerlatein, wenn man behauptet, dass eine Biene bei Rot an der Ampel nicht haltmacht. Kein Wunder – sie sieht kein Rot.

Was bei Beuys die Honigpumpe und soziale Plastik war, verfeinert Benétik sensibel mit dem Blick auf die Hämolymphe dieser zarten Geschöpfe. Auch wenn es im Bienenstock finster ist, bleibt als Aufgabe der Kunst: Licht in die Dunkelheit zu bringen. (wihu, 25.11.2016)

Eröffnung am 27.11., Werner-Berg-Museum Bleiburg/Pliberk, 11.00

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