Österreich hatte 2015 vierthöchste Steuer- und Abgabenquote in EU

25. November 2016, 11:57
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Österreich erreichte eine Quote von 44,4 Prozent und lag damit hinter Frankreich, Dänemark und Belgien auf Platz vier

Brüssel – Österreich hat 2015 die vierthöchste Steuerquote – das heißt Anteil von Steuern und Sozialbeiträgen in Prozent der Wirtschaftsleistung – in der EU verzeichnet. Laut den am Freitag veröffentlichten Eurostat-Zahlen war die Steuerquote am höchsten in Frankreich (47,9 Prozent) vor Dänemark (47,6), Belgien (47,5) undÖsterreich (44,4).

Nicht berücksichtigt ist in den Zahlen allerdings die Steuerreform 2016, die die Abgabenquote zumindest leicht reduziert hat. Hinter Österreich rangierten 2015

  • Schweden (44,2 Prozent),
  • Finnland (44,1 Prozent) und
  • Italien (43,5 Prozent).

Die niedrigsten Steuerquoten wurden hingegen in

  • Irland (24,4 Prozent),
  • Rumänien (28,0 Prozent),
  • Bulgarien (29,0 Prozent),
  • Litauen (29,4 Prozent) und
  • Lettland (29,5 Prozent) registriert.

Bei der Art der Abgaben gibt es große Unterschiede zwischen den EU-Staaten. In Schweden haben die Produktions- und Importabgaben den höchsten Anteil an der Steuerquote, in Dänemark die Einkommens- und Vermögenssteuern und in Frankreich die Nettosozialbeiträge.

Sozialbeiträge haben höchsten Anteil

Auch in Österreich hatten die Sozialbeiträge mit 15,4 Prozent den größten Anteil an der Steuerquote, gefolgt von Produktions- und Importabgaben (14,6 Prozent) sowie Einkommens- und Vermögenssteuern (14,4 Prozent). In der letzten Kategorie entfielen in den zwei größten Steuerkategorien 10,9 Prozent auf natürliche Personen und private Haushalte, auf Einnahmen und Gewinne von Kapitalgesellschaften 2,3 Prozent.

Die durchschnittliche Steuer- und Abgabenquote in der Europäischen Union blieb 2015 mit 40,0 Prozent des BIP unverändert gegenüber 2014. Im Euroraum ging die Steuerquote im selben Zeitraum geringfügig von 41,5 Prozent auf 41,4 Prozent der Wirtschaftsleistung zurück. Zum ersten Mal seit 2010 stieg die Quote weder in der EU noch in der Währungsunion an. (APA, 25.11.2016)

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