Wien: Demo gegen Abschiebungen sorgt am Samstag für Ringsperre

25. November 2016, 10:49
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Zwei weitere Demos führen am ersten Adventsamstag ebenfalls über die Ringstraße

Wien – Innenstadt-Kundgebungen und damit verbundene Sperren der Wiener Ringstraße sorgen immer wieder für Aufregung. Am ersten Advent-Einkaufssamstag müssen Autofahrer erneut mit Verkehrsbehinderungen rechnen. Denn am Nachmittag wird der Ring unter anderem wegen einer Demonstration gegen Abschiebungen zwischen Oper und Schottentor nicht befahrbar sein.

Die Aktivisten wollen unter dem Motto "Let them stay! Lasst sie bleiben!" gegen die Abschiebepraxis der Bundesregierung protestieren. "Wir sind empört, dass die Regierung bestens integrierte Menschen nach Kroatien abschiebt", heißt es etwa im online publizierten Demo-Aufruf. Die geplante Notverordnung ist den Organisatoren ebenfalls ein Dorn im Auge. Die Kundgebung startet um 14 Uhr am Christian-Broda-Platz beim Westbahnhof, dann wird über die Mariahilfer Straße und den Ring bis zum Ballhausplatz marschiert.

Zwei weitere Veranstaltungen

Der ARBÖ empfiehlt allen Autofahrern, ab dem frühen Nachmittag den entsprechenden Ringabschnitt zu umfahren bzw. auf Öffis auszuweichen. Wobei die Anti-Abschiebungs-Demo nicht die einzige Veranstaltung am Samstag ist, die für Behinderungen am Ring sorgen.

Denn schon zu Mittag radelt die "Jugend für Van der Bellen" vom Westbahnhof über den Ring zum Burgtheater. Und für 17 Uhr ist eine Demo mit dem Titel "Für die Streichung der PKK aus der Terrorliste" angekündigt, die ebenfalls über die Ringstraße führt. Wobei laut ARBÖ-Aussendung der Ring am Abend offen bleibt, sollten hier weniger als 200 Teilnehmer gezählt werden. Denn diese würden dann auf Nebenfahrbahnen oder dem Gehweg marschieren. (APA, 25.11.2016)

  • Am Samstag gibt es drei Demonstrationen auf der Wiener Ringstraße.
    foto: apa/helmut fohringer

    Am Samstag gibt es drei Demonstrationen auf der Wiener Ringstraße.

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