ARD dementiert geplante Fusion von Sendeanstalten

25. November 2016, 10:21
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Der angebliche Plan einer Zusammenlegung zu vier Einheiten sei "blanker Unsinn"

Berlin – In der Reformdiskussion der ARD hat der Senderverbund angebliche Pläne zur Fusion von deutschen Sendeanstalten zurückgewiesen. "Die Spekulationen entbehren jeder Grundlage", sagte ARD-Sprecher Steffen Grimberg am Freitag der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

Die "Bild"-Zeitung hatte unter Berufung auf eigene Informationen berichtet, Mitglieder einer von den Ministerpräsidenten eingesetzten Arbeitsgruppe befürworteten eine Zusammenlegung zu vier größeren Anstalten. Wer mit wem im einzelnen fusioniert werden solle, sei noch offen, so "Bild". Sicher wäre nur, dass Radio Bremen einer ARD-Nord mit dem NDR zugeschlagen würde; der RBB aus Berlin und Brandenburg würde Teil einer ARD Ost mit dem MDR werden.

Sparpotenzial bei Technik und Verwaltung

In einem ersten Reformschritt sollen laut "Bild"-Informationen vor allem Kosten gespart werden, weil die Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks – mit zur Zeit mehr als acht Milliarden Euro jährlich – immer teurer werde. Experten sähen vor allem in den Bereichen Technik und Verwaltung großes Einsparpotenzial.

Die angeblichen Pläne seien "blanker Unsinn", sagte der ARD-Sprecher.

Die ARD-Intendanten hatten sich in dieser Woche zu ihrer Hauptversammlung in München getroffen und auch über Reformen im Senderverbund gesprochen. Die ARD-Vorsitzende Karola Wille hatte gesagt, es sei "ein tiefgreifender Reformprozess, vor dem wir stehen". Ergebnisse sollen im September 2017 bekanntgegeben werden. (APA, red, 25.11.2016)

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