ARD plant Reform mit Fusion mehrerer Sendeanstalten

25. November 2016, 06:38
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"Bild"-Zeitung: Am Ende könnten vier große ARD-Sender stehen – Experten sehen großes Einsparungspotenzial bei Technik und Verwaltung

Berlin – Die ARD erwägt nach Informationen der "Bild"-Zeitung einen tiefgreifenden Umbau und die Zusammenlegung mehrerer deutscher Rundfunkanstalten. Eine von den Ministerpräsidenten eingesetzte Arbeitsgruppe befürworte eine Bündelung der Landessender zu vier größeren Anstalten, berichtete die Zeitung. Den Plänen zufolge könnte es dann jeweils eine Anstalt Süd, Nord, West und Ost geben.

Wer mit wem im einzelnen fusioniert werden solle, sei noch offen, berichtete "Bild". Sicher wäre nur, dass Radio Bremen einer ARD-Nord mit dem NDR zugeschlagen würde; der RBB aus Berlin und Brandenburg würde Teil einer ARD Ost mit dem MDR werden.

"Wir stehen vor einem tiefgreifenden Reformprozess", sagte ARD-Chefin Karola Wille der Zeitung. "Wir müssen sehen, wie der ARD-Verbund weiter zusammen wachsen kann." Wille sprach vom "größten Reformprogramm" in der Geschichte der ARD. Die Sendergruppe werde sich verändern, weil sie sich verändern müsse.

Einsparungen

In einem ersten Reformschritt sollen laut "Bild"-Informationen vor allem Kosten gespart werden, weil die Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks – mit zur Zeit mehr als acht Milliarden Euro jährlich – immer teurer werde. Experten sähen vor allem in den Bereichen Technik und Verwaltung großes Einsparpotenzial.

Nach Informationen des Blattes beschloss die ARD-Hauptversammlung in München, den "Fusions-Experten" Reinhard Binder als Leiter einer Projektgruppe "Strukturen und Prozesse" einzusetzen. Binder hatte vor 13 Jahren die Fusion der beiden Sender ORB und SFB zum Rundfunk Berlin Brandenburg (RBB) gemanagt. Erste Ergebnisse der Projektgruppe sollten bis September 2017 vorgestellt werden. (APA, 25.11.2016)

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