Indien: Neuer Liebling

5. Jänner 2017, 12:34
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Die Reformen zeigen Wirkung, der Ölpreisverfall hilft. Die Chancen steigen

In den vergangenen Wochen hat der indische Leitindex Sensex 30 zwar an Wert eingebüßt – über das Jahr gesehen ging es für Indien-Anleger aber deutlich nach oben. Das ist auch das Ergebnis des seit mehr als zwei Jahren regierenden Premierministers Narendra Modi. Vielversprechende Wirtschaftsreformen hatte er angekündigt, und die Anleger sind bisher nicht enttäuscht worden.

Als Nächstes sollen landesweite Steuern auf Waren und Dienstleistungen vereinheitlicht werden, um den Binnenhandel zu vereinfachen. Denn bisher sind die Steuern pro Bundesland verschieden, was den Binnenhandel nicht nur teuer, sondern auch kompliziert macht. Allein aus dieser Maßnahme erwarten Investoren einen gehörigen Wachstumsschub.

Von Importen abhängig

Auch im Bereich Infrastruktur wird einiges getan. Die Regierung hat sich zum Ziel gemacht, hier ordentlich zu investieren. Engpässe in der Stromversorgung wurden zu einem Großteil schon beseitigt. Auch der Straßenbau wird vorangetrieben – täglich werden rund 30 Kilometer an neuen Straßen gebaut.

Zudem gehört Indien zu den Ländern, die vom niedrigen Ölpreis profitieren. Denn das Land ist stark von Importen abhängig – jährlich werden rund eine Milliarde Fass Öl importiert. Der Ölpreisverfall wirkt sich auch positiv auf die Inflation aus, was wiederum Spielraum schafft für eine Zinssenkung, was wiederum Investitionen anregen dürfte. Im Summe lockt Indien also mit guten Chancen für Investoren. (Bettina Pfluger, Portfolio, 2016)

  • Der indische Markt lockt Investoren an.
    foto: reuters / danish siddiqui

    Der indische Markt lockt Investoren an.

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