30 Tote bei Pygmäenangriff im Kongo

25. November 2016, 17:09
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Mehrere Menschen durch Giftpfeile verwundet

Beni – Bei Angriffen von Pygmäen auf ein Dorf im Südosten des Kongo sind 30 Menschen getötet worden. Mehrere Personen wurden durch Giftpfeile verwundet, teilten die Behörden am Donnerstag mit. Die Angriffe vom Montag und Dienstag sind demnach Teil einer längeren Auseinandersetzung zwischen den Bevölkerungsgruppen der Twa (Pygmäen) und der Luba (Bantu).

Zwei burundische Blauhelmsoldaten seien am Montag bei einem Versuch einzugreifen ebenfalls durch Pfeile verwundet worden, sagte der Sprecher der UN-Friedensmission im Kongo, Prosper Basse. Nach UN-Angaben fielen dem Konflikt zwischen den beiden Gruppen in diesem Jahr rund 100 Menschen zum Opfer.

Die Twa leben traditionell als Jäger und Sammler und stellen nur etwa ein Promille der kongolesischen Bevölkerung von rund 80 Millionen. Menschenrechtler kritisieren, dass die Twa im Arbeits- und Landrecht systematisch benachteiligt würden. (APA, dpa, 24.11.2016)

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