Trump macht konservative Bildungsreformerin zur Ministerin

24. November 2016, 06:59
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Die Lehrergewerkschaft kritisiert die Nominierung der Trump-Großspenderin Betsy DeVos scharf: Diese wolle das staatliche Schulsystem privatisieren

Washington – Der designierte US-Präsident Donald Trump hat eine zweite Frau für sein Kabinett nominiert: Die konservative Bildungsreformerin und Großspenderin Betsy DeVos soll das Bildungsministerium übernehmen, kündigte Trump am Mittwoch an. Davor hatte er bereits die Gouverneurin von South Carolina, Nikki Haley, zur UN-Botschafterin der USA mit Kabinettsrang ernannt.

DeVos solle einen Kurswechsel in der Bildungspolitik einleiten und dort verkrustete Strukturen aufbrechen, erklärte Trump. "Sie wird die Bürokratie brechen, die unsere Kinder zurückhält." Das Ziel sei, eine "Bildung auf Weltniveau" anzubieten und den Eltern mehr Spielraum bei der Wahl der Schule ihrer Kinder zu geben.

Leichterer Wechsel von staatlichen an private Schulen

DeVos stammt aus einer reichen Unternehmerfamilie und engagiert sich seit langem für eine konservative Bildungsreform. Unter anderem will sie Eltern etwa durch Steuererleichterungen einen Anreiz dazu geben, Kinder von wenig effizienten staatlichen Schulen auf Privatschulen umzumelden.

Der gegenwärtige Stand des US-Bildungssystems sei inakzeptabel, sagte DeVos nach der Nominierung. Nötig sei eine Umwandlung des Bildungssektors, damit jedes Kind "das höchste Potenzial ausschöpfen" könne.

Die Lehrergewerkschaft NEA reagierte mit Empörung auf die Nominierung. DeVos habe es sich zum Ziel gemacht, das staatliche Schulsystem "zu privatisieren, zu entprofessionalisieren und zu unterminieren", kritisierte NEA-Vorsitzende Lily Eskelsen Garcia. (APA, AFP, 24.11.2016)

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