Hurrikan Otto bedroht Costa Rica und Nicaragua

24. November 2016, 06:26
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Regierung Costa Ricas ruft den Notstand aus – Bereits drei Tote in Panama

San Jose/Managua – Der Hurrikan Otto hat in der Karibik wieder an Stärke gewonnen und bedroht jetzt Costa Rica und Nicaragua. Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 140 Kilometern pro Stunde bewegte er sich am Donnerstag in der Früh langsam auf die Ostküste der beiden mittelamerikanischen Länder zu. Das US-Hurrikanzentrum in Miami warnte vor Springfluten und Erdrutschen.

Für den Küstenabschnitt zwischen Puerto Limon in Costa Rica und Bluefields in Nicaragua galt Hurrikanwarnung. Der Sturm sollte am Donnerstag auf Land treffen.

Otto hatte sich vorübergehend abgeschwächt und dann wieder an Kraft gewonnen. Der Hurrikan bildete sich kurz vor Ende der Hurrikansaison im Atlantik. Wirbelstürme sind im November schon recht selten, weil sich das Wasser in der Karibik wieder abkühlt.

"Sehr gefährlich"

Es handle sich um einen sehr gefährlichen Hurrikan, warnte Costa Ricas Präsident Luis Guillermo Solis. Bereits am Mittwoch wurden Häuser, Straßen und Brücken durch Überschwemmungen beschädigt, wie die Zeitung "La Nacion" berichtete.

Die Behörden des Landes sollten am Donnerstag und Freitag geschlossen bleiben. Die Regierung empfahl auch privaten Firmen, ihren Mitarbeitern freizugeben. Mehrere tausend Menschen in der Küstenregionen wurden aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen und in Notunterkünften Schutz zu suchen. Auf dem Flughafen der Hauptstadt San José wurden mehrere Flüge abgesagt.

Drei Tote in Panama

Im benachbarten Panama hat Otto drei Menschen das Leben gekostet. Unter den Todesopfern sei ein Kind, das mit seiner Mutter auf dem Weg zur Schule war, als ein großer Baum auf das Familienauto stürzte, teilte Präsident Juan Carlos Varela mit. Der Wirbelsturm löste in mehreren Gegenden Überschwemmungen aus und beschädigte Häuser. In Panama-Stadt kam es in mehreren Vierteln zu Erdrutschen. Im Lauf des Mittwochs wurde der Alarm in Panama bis auf einige Küstenzonen aufgehoben.

In Nicaragua wurden die Rettungskräfte in Alarmbereitschaft versetzt. Rund 10.000 Menschen in den besonders gefährdeten Gebieten könnten in Sicherheit gebracht werden, teilten die Behörden mit. (APA, dpa, 24.11.2016)

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