Obama begnadigte seinen letzten Truthahn

23. November 2016, 22:45
26 Postings

US-Präsident: "Die sind ohnehin schon vollgestopft"

Washington – US-Präsident Barack Obama hat zum letzten Mal in seiner Amtszeit zwei Truthähne begnadigt und die Tiere "Tot" und "Tater" damit unmittelbar vor dem Thanksgiving-Fest vor dem Tod bewahrt. Die Zeremonie im Garten des Weißen Hauses ist eine Tradition. Jedes Jahr darf der US-Präsident in einer humorigen Zeremonie zwei Truthähne begnadigen.

Weitere 87 Millionen Truthähne kommen in den USA jedes Jahr allein zu Thanksgiving, Weihnachten und Ostern auf den Tisch. Die begnadigten Truthähne leben in der Regel nicht mehr lange. Die Aufzucht ist derart intensiv, dass die Tiere oft beim Erreichen des Schlachtgewichtes unter der Fleischeslast zusammenbrechen.

the white house

"Wir müssen sicherstellen, dass zu Thanksgiving jeder genug zu essen hat", sagte Obama in seiner Ansprache. "Mit Ausnahme dieser Truthähne. Die sind ohnehin schon vollgestopft." "Tot" und "Tater", die in Iowa geboren worden waren, werden den Rest ihres Lebens auf einer Farm in Virginia verbringen.

Obama hatte sich der Tradition, erstmals ausgeführt von John F. Kennedy und unter George Bush zur Regelmäßigkeit geworden, eher widerwillig gebeugt. "Manche glauben, das sei albern", sagte er im letzten Jahr. "Ich widerspreche nicht." (red, APA, dpa, 23.11.2016)

  • Artikelbild
    foto: reuters/carlos barria
Share if you care.