Rapid auf Dreipunktejagd in Genk

23. November 2016, 12:48
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Hütteldorfer müssen punkten, um im Aufstiegsrennen zu bleiben – Dibon und Schobesberger wieder einsatzbereit – Canadi: "Müssen stabil und eng stehen und viel in Laufbereitschaft investieren"

Genk – Das Auswärtsspiel der Europa League am Donnerstag (21.05 Uhr, live Puls 4, Sky, derStandard.at überträgt live) gegen KRC Genk steht für Rapid unter dem Motto "Verlieren verboten". Eine Niederlage gegen den Gruppe-F-Tabellenführer wäre gleichbedeutend mit dem Ende aller Chancen auf den Einzug ins Sechzehntelfinale, sofern Bilbao das Parallelspiel gegen Sassuolo gewinnt.

Ein Punkt hingegen würde den drittplatzierten Hütteldorfern am 8. Dezember im letzten Gruppenmatch daheim gegen Athletic Bilbao ein echtes Endspiel um einen Platz unter den ersten zwei bescheren. Ein Sieg würde die Aussicht auf den zweiten Aufstieg aus der Gruppenphase in Folge massiv verbessern – darauf hofft auch Coach Damir Canadi. "Wir fahren mit der Einstellung hin, dass wir drei Punkte wollen", sagte der Wiener am Mittwoch vor dem Abflug nach Belgien.

Comebacks von Dibon und Schobesberger

Im Flugzeug saßen auch zwei Rückkehrer – Christopher Dibon steht nach überwundenen Muskelproblemen ebenso wieder zur Verfügung wie Philipp Schobesberger, der wegen einer Knieverletzung rund drei Monate pausieren musste. Über Letzteren sagte Canadi: "Wir freuen uns sehr, dass er wieder dabei ist. Mit seiner Schnelligkeit kann er der Mannschaft helfen."

Allerdings dürfte ein Einsatz von Schobesberger und Dibon in der Startformation noch etwas zu früh kommen. "Wir müssen sorgsam mit ihnen umgehen und dürfen sie nicht zu schnell reinwerfen", erklärte Canadi und ergänzte, entscheidende Aufschlüsse werde erst das Abschlusstraining am Mittwochabend in Genk geben.

Aufstellungsüberraschungen möglich

Über die Aufstellung hält sich Canadi bedeckt, deutet aber Überraschungen an. Eine Umstellung auf eine Dreierkette scheint nicht ausgeschlossen.

Jedenfalls müsse gegen den belgischen Tabellensiebenten im Vergleich zum 1:2 am Sonntag in Salzburg eine deutliche Steigerung her. "Wir müssen stabil und eng stehen und viel in die Laufbereitschaft investieren." Gegen Genk sei eine "überragende Leistung" notwendig. Die Belgier setzen auf Kombinationsfußball und werden von Beginn an hoch pressen, erwartet Canadi. "Das kann auch ein Vorteil sein." Allerdings nur dann, wenn Rapid besser auf das Pressing reagiert als in Salzburg.

Möglicherweise werden schon allein dadurch, dass es sich um eine Europacup-Partie handelt, zusätzliche Kräfte frei. "Das sind die schönsten Spiele, da braucht man keine Extramotivation", erklärte Canadi, der vor seinem zweiten Pflichtspiel als Rapid-Trainer ebenfalls ein gewisses Kribbeln verspürt. Völliges Neuland betritt er aber nicht – er war bereits mit Altach in der Europa-League-Qualifikation im Einsatz. (APA, red, 23.11.2016)

Europa League, Gruppe F, 5. Runde, Donnerstag

KRC Genk – SK Rapid Wien
Luminus-Arena, 21.05 Uhr, live Puls 4 und Sky, SR Ivan Kruzliak (SVK)

Mögliche Aufstellungen:

Genk: Bizot – Castagne, Brabec, Colley, Nastic – Susic, Ndidi, Pozuelo – Bailey, Samatta, Buffel

Ersatz: Jackers – Dewaest, Walsh, Heynen, Kumordzi, Sabak, Trossard, Karelis

Es fehlen: Malinowski (Kreuzbandriss), Uronen (Knöchelverletzung)

Rapid: Strebinger – Pavelic, Sonnleitner, Schößwendter, M. Hofmann, Schrammel – Grahovac, Schaub, Mocinic – Kvilitaia, Traustason

Ersatz: Gartler, Novota – Dibon, Maliscsek, Szanto, Wöber, Thurnwald, Joelinton, Jelic, Schobesberger

Es fehlen: Murg (Bändereinrisse im Knöchel), Schwab (Knöchelbruch), Auer (Bänderriss im Knöchel), S. Hofmann (Muskelbündelriss im Adduktorenbereich)

  • Christopher Dibon (li, hier im Duell mit Genks Leon Bailey) steht Neo-Trainer Canadi erstmals zur Verfügung.
    foto: ap/ daniel mihailescu

    Christopher Dibon (li, hier im Duell mit Genks Leon Bailey) steht Neo-Trainer Canadi erstmals zur Verfügung.

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