IT-Geschichte: Was aus Googles ersten Mitarbeitern wurde

24. November 2016, 08:56
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Nur sechs der ersten 21 Mitarbeiter sind nach wie vor für den Konzern tätig

Im Jahr 1996 entwickelten Sergey Brin und Larry Page an der Stanford University eine Internetsuchmaschine namens Backrub. Im Jahr darauf erhielt das Projekt den Namen Google, 1998 erfolgte die Gründung des Unternehmens Google Inc. 1999 entfernte man die "Beta"-Markierung vom eigenen Portal, das bereits im Jahr 2000 die Marktführerschaft unter den Suchmaschinen übernahm.

Der Rest ist Geschichte. Der Konzern bietet mittlerweile nicht nur ein Sammelsurium an verschiedenen webbasierten Diensten an, sondern betätigt sich auch als Internetprovider, Mobilfunker und Hardwareentwickler. Mit Android pflegt man ein mobiles Betriebssystem mit rund 80 Prozent Marktanteil.

Nur noch wenige Urgesteine dabei

Viele Mitarbeiter kamen und gingen in den zwei Jahrzehnten seit der Unternehmensgründung. Von den ersten 21 Angestellten sind nicht mehr viele dabei. Nur sechs von ihnen haben Google die Treue bis heute gehalten. Business Insider zeigt in einer Liste, wohin das Leben die ersten Angestellten des Konzerns seit damals verschlagen hat. Eine Auswahl.

foto: ap
Google-Gründer Sergey Brin (l.) und Larry Page (r.) gemeinsam mit Ex-Google-Vorstand Eric Schmidt, der mit ihnen gemeinsam nun Alphabet leitet.

Brin und Page sind immer noch an Bord, wenn auch nicht mehr direkt bei Google. Sie leiten nun die 2015 gegründete Firma Alphabet. Google operiert nun unter ihrem Dach, geleitet vom ehemaligen Produktchef Sundar Pichai.

Erster neuer Mitarbeiter ging zu Bildungs-Start-up

Offiziell erster Angestellter nach den beiden Gründern war Craig Silverstein, der unter anderem als technischer Direktor und Mitentwickler der Suchmaschine tätig war. 1998 kam er ins Team, 2012 verließ er den Konzern und wechselte zum Bildungsstartup Khan Academy, wo er seither für die IT-Infrastruktur zuständig ist.

Von 1998 bis 2005 arbeitete Heather Cairns für Google, sie war für das Personalmanagement zuständig und war unter anderem für die ersten 200 Anstellungen mitverantwortlich. Danach schlug sie neue Karrierepfade ein und investierte unter anderem in von Frauen geführte Unternehmen im Sozialbereich. Laut ihrem Linkedin-Auftritt leitet sie außerdem ein Immobilienunternehmen namens Coastal Streets.

"Spider-Man" wurde Tech-Investor

Harry Cheung hatte bei Google den Beinamen "Spider-Man". Die Bezeichnung hatte allerdings nichts mit etwaigen Comic-Vorlieben zu tun, sondern mit seiner Aufgabe. Er überwachte Googles Armada an "Spidern" oder "Crawlern", jenen kleinen Programmen, die Seite für Seite die Inhalte des Internets in die Suchmaschine einpflegen. Nach seiner Google-Zeit von 1999 bis 2004 betätigte er sich ebenfalls als Tech-Investor und gründete auch das Finanz-Start-up Roostify.

Nach seinem Antritt 1999 immer noch im Unternehmen ist Urs Hölzle. Der ehemalige Uni-Professor für Computerwissenschaften ist stellvertretender Leiter der Infrastruktur-Abteilung und damit in Verantwortung von Googles Rechenzentren, Netzwerken und Server-Flotte.

foto: reuters
Susan Wojcicki lenkt heute die Geschicke von Youtube.

Langzeit-Mitarbeiter führen Youtube

Auch Susan Wojcicki und Salar Kamangar kamen noch anno 1999 zum Unternehmen und sind dort auch heute noch tätig. Sie sind Nummer 16 und Nummer 9 in der Anstellungsreihenfolge. Wojcicki und ihr Mann pflegten schon vorher Verbindungen zum Unternehmen und vermieteten dem jungen Team einst ihre Garage und andere Räumlichkeiten.

Die Managerin führt heute die Videoplattform Youtube, eine Position, die sie 2014 von Kamangar übernahm, der heute unter ihr als stellvertretender Leiter der Produktsparte tätig ist.

foto: reuters
Marissa Mayer befindet sich mit Yahoo schon länger in turbulenten Gewässern.

Yahoo-Chefin

Ein weiterer bekannter Name aus den Google-Personalien ist Marissa Mayer. Ihr Weg bei Google führte sie seit 1999 aus der Entwicklung bis zum Posten der Vizechefin der Sparte für Kartendienste. 2012 wechselte sie zu Yahoo.

Der einstige Internetpionier steckt mittlerweile in heftigen Turbulenzen und machte zuletzt mit einer Überwachungsaffäre und einem noch nicht in trockene Tücher gebrachten Verkauf an den Telekomkonzern Verizon Schlagzeilen. (red, 23.11.2016)

  • So sah die Google-Seite noch im Jahr 1999 aus.
    foto: google/archive.org

    So sah die Google-Seite noch im Jahr 1999 aus.

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