Facebook entwickelt Zensurtool für China-Rückkehr

23. November 2016, 08:13
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Software ermöglicht laut "New York Times" "dritter Seite" Beobachtung und Löschung von Nutzereinträgen

Facebook hat einem Zeitungsbericht zufolge eine Software zur Zensur von Nutzereinträgen entwickelt. Das Werkzeug könnte dem weltgrößten Netzwerk bei seinen Bemühungen helfen, auf den chinesischen Markt zurückzukehren, berichtete die "New York Times" am Dienstag. Facebook wurde vor sieben Jahren von den chinesischen Behörden aus dem Land verbannt.

Viele Ideen für China

Der Internetkonzern habe ein Instrument entwickelt, das es "dritten Seiten" erlaube, populäre Einträge und Schlagworte auf Facebook zu beobachten, schrieb die Zeitung. Die "dritte Seite" habe dann volle Kontrolle darüber, ob diese Posts in den Kanälen der Nutzer auch auftauchten. Es gebe allerdings keine Hinweise darauf, dass Facebook die Software den Behörden in China angeboten habe. Vielmehr sei es eine von vielen Ideen, die Facebook vor dem Aspekt einer Rückkehr nach China diskutiert habe. Möglicherweise werde die Software niemals eingesetzt.

Facebook ist seit 2009 in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt gesperrt. Damit hatten die Behörden nach ethnischen Unruhen mit 140 Toten versucht, den Austausch von Informationen darüber zu unterbinden. Ausländische Medien haben in China einen schweren Stand und sind politischem Druck ausgesetzt. (APA, 23.11.2016)

  • Mark Zuckerberg bei einem China-Besuch mit Alibaba-Gründer Jack Ma.
    foto: reuters/staff

    Mark Zuckerberg bei einem China-Besuch mit Alibaba-Gründer Jack Ma.

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