US-Behörden erlauben Airbus Flugzeugverkauf an den Iran

22. November 2016, 18:17
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US-Finanzministerium soll europäischem Flugzeugbauer Exportlizenz erteilt haben

Washington/Teheran/Toulouse – Für Airbus soll der Weg zur Lieferung von Passagierflugzeugen an den Iran frei sein. Das US-Finanzministerium erteilte dem europäischen Hersteller Exportlizenzen für 106 Maschinen, wie eine mit der Angelegenheit vertraute Person am Dienstag sagte. Die Genehmigung sei bereits am Montag erfolgt.

Obwohl es sich um einen europäischen Konzern handelt, benötigt dieser wegen der Vielzahl amerikanischer Teile in seinen Flugzeugen eine Freigabe durch die US-Behörden. Dabei kam es zu Verzögerungen.

Airbus hatte den Großauftrag im Jänner an Land gezogen. Irans Präsident Hassan Rouhani besiegelte das Milliardengeschäft bei einem Besuch in Paris. Es umfasste ursprünglich insgesamt 118 Flugzeuge im Gesamtwert von rund 27 Mrd. Dollar nach Listenpreis. Nach dem Ende des Atomstreits und der damit verbundenen Sanktionen drückt der Iran bei der Modernisierung seiner veralteten Flugzeugflotte aufs Tempo. Jüngst hatte sich auch der Airbus-Rivale Boeing eine Großbestellung über 100 Flugzeuge gesichert.

Das US-Repräsentantenhaus hatte in der vergangenen Woche für einen Gesetzesentwurf gestimmt, der den Verkauf von Flugzeugen an den Iran verbietet. Dies würde auch Boeing treffen. Im Wahlkampf hatte der designierte US-Präsident Donald Trump angekündigt, das Atomabkommen mit dem Iran aufzukünden. (APA/Reuters, 22.11.2016)

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