Vorarlberg wirbt um medizinisches Personal

22. November 2016, 13:04
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Im Dreiländereck mit Deutschland und der Schweiz sei es besonders schwer, gute Leute anzuwerben

Bregenz – Mit einer neuen Kampagne namens "Go Vorarlberg" werben die Vorarlberger Landeskrankenhäuser in Österreich und international um Fachkräfte. "Es geht darum, ausreichend qualifiziertes Personal für die Zukunft zu finden", erklärte am Dienstag Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP).

Aufgrund der Konkurrenzsituation mit der Schweiz und Süddeutschland müsse man sich in Vorarlberg besonders anstrengen. Wallner, Gesundheitslandesrat Christian Bernhard (ÖVP) und Gerald Fleisch (Geschäftsführer der Vorarlberger Krankenhaus-Betriebsgesellschaft) unterstrichen die guten Rahmenbedingungen, die Mediziner in Vorarlberg vorfinden.

Fringe Benefits

Unter anderem nannte Wallner die schon durchgeführte Gehaltsreform wie die Umsetzung des Arbeitszeitgesetzes. "In unseren Spitälern gibt es die 48 Stunden-Woche durchgängig", betonte Fleisch, der auch auf Betriebswohnungen und die vorhandenen Kinderbetreuungsangebote hinwies. Die wichtigste Plattform der neuen Kampagne werden die sozialen Medien sein. An den Vorarlberger Landeskrankenhäusern sind rund 4.000 Mitarbeiter beschäftigt, darunter 710 Ärzte. 1.855 Personen arbeiten in der Pflege.

Auf die Fluktuation angesprochen, sagte Fleisch, der Ärzte-Zustrom nach Vorarlberg betrage pro Jahr zwischen 40 und 60 Mediziner. "Wir haben eine positive Ärztebilanz", so der Geschäftsführer. Die Krankenhaus-Betriebsgesellschaft hat mit der vor einigen Jahren gestarteten Kampagne "Go West" bereits Turnusärzte angeworben. "Es ist nicht einfach, die Leute nach Vorarlberg zu bekommen. Wer aber einmal hier ist, bleibt gerne da", stellte Fleisch fest.

Die Personalkosten der Landeskrankenhäuser betragen aktuell rund 259 Millionen Euro, das sind 54 Prozent der Gesamtausgaben für die Landeskrankenanstalten im Umfang von 482 Millionen Euro. Auf die Finanzierbarkeit des Systems angesprochen verwies Wallner auf den neuen Finanzausgleich, der den Anstieg der Gesundheitsausgaben einbremst. Zudem kündigte er für das Frühjahr die Präsentation der nächsten Etappe der Spitalsplanung an. (APA, 22.11.2016)

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