NSA-Chef stand vor Abschuss, hofiert nun Trump

21. November 2016, 13:04
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Ärger um Leaks, außerdem Restrukturierung der NSA-Einheiten geplant

NSA-Chef Mike Rogers soll Insidern zufolge kurz vor seiner Ablöse gestanden haben. Sowohl der britische Guardian als auch die Washington Post berichteten, dass US-Verteidigungsminister Ashton Carter auf eine personelle Veränderung bei der Abhörorganisation drängt. Außerdem will Carter gemeinsam mit US Geheimdienstkoordinator Clapper die NSA, die Teil des US-Militärs ist, aus der Befehlskette der Streitkräfte lösen.

Nun könnte Rogers jedoch Clappers Posten übernehmen und somit beruflich sogar aufsteigen. Rogers, nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Senator, der Donald Trump in Sicherheitsfragen beriet, traf den designierten US-Präsidenten am Donnerstag in New York. Rogers soll seine Vorgesetzten darüber im Dunkeln gelassen haben. Die Washington Post bezeichnet dies als "Präsedenzfall", bislang habe noch kein hochrangiger US-Militär designierte Präsidenten getroffen, ohne vorab die Genehmigung Vorgesetzter einzuholen.

Enthüllungen in Rogers-Ära

Unklar ist, ob US-Präsident Obama in seiner verbleibenden Amtszeit bis Jänner Rogers absetzen wird. Die Amtsperiode des NSA-Chefs endet eigentlich erst im nächsten Frühjahr, wenn Trump schon an der Macht ist. Rogers ist seit April 2014 NSA-Chef. Er war nach den Snowden-Enthüllungen an die Macht gekommen.

Doch auch unter Rogers Ägide hatte es mehrere Datenlecks gegeben. Zuletzt war ein externer Mitarbeiter festgenommen worden, der bis vergangenen Sommer hochgeheime Dokumente nach Hause mitgenommen haben soll. (fsc)

  • NSA-Chef Rogers flirtet politisch mit Donald Trump
    foto: ap/sanchez

    NSA-Chef Rogers flirtet politisch mit Donald Trump

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