Zypern-Verhandler wollen Durchbruch erzielen

21. November 2016, 11:46
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Türkische und griechische Zyprer streben einen föderalen Staat mit zwei politisch gleichberechtigten Bundesländern

Nikosia/Famagusta – Entscheidender Tag im langen Prozess zur Überwindung der mehr als 40-jährigen Teilung der Mittelmeerinsel Zypern: Die Vertreter der griechischen und türkischen Zyprioten, Nikos Anastasiades und Mustafa Akıncı, haben sich zunächst zu getrennten Gesprächen mit dem UN-Sondergesandten für die Zypernfrage, Espen Barth Eide, getroffen.

Anschließend wollten beide Seiten erneut direkt verhandeln. Das Treffen in Mont Pelerin am Genfer See hatte am Sonntag begonnen, wie das zypriotische Staatsfernsehen (RIK) am Montag weiter berichtete. Angestrebt wird ein föderaler Staat mit zwei politisch gleichberechtigten Bundesländern.

Kolportierte Karte

Anastasiades und Akıncı wollten zunächst bestimmen, welche der von türkischen Truppen besetzten Gebiete (rund 34 Prozent) an die griechischen Zyprioten zurückgegeben werden sollen. Die zypriotische Zeitung "Politis" veröffentlichte eine Karte, die angeblich die möglichen Grenzen des neuen föderativen Zypern zeigt. Ungelöst war auch noch die heikle Frage der Sicherheit eines föderativen Zypern. Sollte es zu einer Vereinbarung kommen, müsste sie von beiden Volksgruppen in getrennten Abstimmungen gebilligt werden.

Zypern ist seit einem griechischen Putsch und einer türkischen Militärintervention 1974 geteilt. Die Inselrepublik ist seit 2004 EU-Mitglied. Das EU-Recht gilt aber de facto nur im griechisch-zypriotischen Süden. Der türkisch-zypriotische Norden wird nur von Ankara anerkannt. (red, APA, 21.11.2016)

  • Die Karte Zyperns soll neu gezeichnet werden.
    foto: reuters/yiannis kourtoglou

    Die Karte Zyperns soll neu gezeichnet werden.

  • Verhandelt wird am Genfer See.
    foto: afp

    Verhandelt wird am Genfer See.

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