Signal: Sicherer Messenger will nutzerfreundlicher werden

21. November 2016, 09:58
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Der sichere Messenger verschärft seine Sicherheitsvorkehrungen nach Popularitätswelle

Nach der Wahl Donald Trumps zum nächsten US-Präsidenten boomt der Messenger Signal, der einen Fokus auf Privatsphäre und Datenschutz legt. Die Downloads der App sollen seit der US-Wahl um mehr als 400 Prozent gestiegen sein, heißt es. Viele Nutzer befürchten, dass Trump die Überwachungsmaschinerien der NSA nutzt, um politische Gegner auszuspähen. Mike Pompeo, Trumps Wahl als CIA Chef, verstärkt diese Ängste. Pompeo hatte die Nutzung von Verschlüsselung an sich schon als verdächtige Verhaltensweise bezeichnet.

Leichtere Überprüfung geheimer Konversationen

Signal, das von NSA-Whistleblower Edward Snowden empfohlen wird, erleichtert Nutzern nun auch die Überprüfung ihrer Privatsphäre-Einstellungen. Um sicherzustellen, dass Gespräche geheim sind, können User eine Ziffernkombination ablesen oder einen QR-Code scannen und so etwa Konversationen auf unterschiedlichen Endgeräten vergleichen.

Dabei kam es allerdings zu Fehlern, etwa weil Nutzer die Telefonnummern ihrer Gesprächspartner fotografierten und so deren Sicherheit gefährdeten. Dieser Prozess wurde nun vereinfacht. Es reicht ein QR-Code, um Gespräche weiterzuführen. Außerdem müssen Gesprächspartner nun nicht auf jedem neuen Geräte oder nach jeder Neuinstallation der App autorisiert werden. Dieser Modus ist jedoch freiwillig. (red, 21.11.2016)

  • Signal verstärkt seine Sicherheitsmaßnahmen, die App ist für iOS und Android erhältlich
    foto: ap/sato

    Signal verstärkt seine Sicherheitsmaßnahmen, die App ist für iOS und Android erhältlich

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