Obama hat Hoffnung auf Lösung in Syrien-Konflikt vorerst aufgegeben

21. November 2016, 06:07
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US-Präsident traf bei seinem letzten Auslandsbesuch seinen Kollegen Putin, ein Ergebnis kam dabei nicht heraus

Lima – US-Präsident Barack Obama hat sich nach einem kurzen Gespräch mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin wenig zuversichtlich über eine Lösung des Syrien-Konflikts gezeigt. "Ich bin nicht optimistisch mit Blick auf den Prozess in nächster Zeit", sagte Obama am Sonntagabend bei seiner letzten Pressekonferenz auf einer Auslandsreise in der peruanischen Hauptstadt Lima.

Das Gespräch sei wie viele in den vergangenen Monaten verlaufen. Obama kritisierte erneut scharf die russischen Bombardements in Syrien. In Aleppo würden Kinder getötet und Schulen zerstört.

Beide Präsidenten nahmen zwei Tage lang am Gipfel der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (APEC) teil. Es gab aber kein gemeinsames bilaterales "Abschlussgespräch", sondern nur einen vierminütigen Wortwechsel am Rande einer Arbeitssitzung. Man sei sich "mit Respekt begegnet", sagte Putin anschließend.

Am 20. Jänner 2017 übernimmt Donald Trump das Präsidentenamt in den Vereinigten Staaten. Er will mit Putin das Gespräch suchen und strebt auch einen neuen Ansatz in der amerikanischen Syrien-Politik an. Obama hatte stets die russische Unterstützung für Syriens Machthaber Bashar al-Assad kritisiert. Assad sei ein Mann, der sein Land zerstöre, kritisierte Obama in Lima. (APA, 21.11.2016)

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