Die heißesten Gadgets zu Weihnachten sind kaum zu bekommen

20. November 2016, 10:50
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Gadgets von Nintendo, Apple und Snapchat sind stark überteuert oder gar nicht erhältlich

Auf den Wunschlisten dürften sich dieses Jahr zu Weihnachten einige Gadgets finden, bei denen Schenker größte Mühe haben werden, sie zu finden. Die Produkte von Apple, Nintendo und Snapchat gehören zu den heißesten der Saison. Wer sie auftreiben will, muss entweder warten, einen überteuerten Preis bezahlen oder sich nach Alternativen umschauen.

Retrokonsole von Nintendo

Mit 70 Euro ist Nintendos Retrokonsole Nintendo Classic Mini eigentlich ein ideales Weihnachtsgeschenk für Gaming-Fans. Die Neuauflage des 80er-Hits NES kommt mit 30 vorinstallierten Spielen, einem Controller und vielen Kindheitserinnerungen. Doch schon kurz nach dem Verkaufsstart Anfang November war sie weitgehend vergriffen.

Auf Seiten wie Amazon und Ebay wird man zwar schnell fündig, doch mit Preisen bis zu 300 Euro wird die Konsole stark überteuert angeboten. Und auch ein zusätzlicher Controller, um zu zweit spielen zu können, kommt teilweise auf bis zu 60 statt 10 Euro. Nintendo hat für das Weihnachtsgeschäft bereits Nachschub angekündigt. Wer nicht auf das Original warten will und einige Bastelfähigkeiten besitzt, kann sich mithilfe eines Raspberry Pi eine eigene Retrokonsole bauen. "GamingGadgets" hat einige Modelle zusammengetragen. Und sofern man auf die Konsole verzichten will, findet man Tausende Retrogames auch über das Software Archive – als Zeitvertreib bis die Classic Mini wieder erhältlich ist.

Kabellose Kopfhörer von Apple

Mit viel Trara hat Apple seine Airpods im September zusammen mit dem iPhone 7 vorgestellt. Sie funktionieren kabellos und sollen sich besonders reibungslos mit iOS-Geräten verbinden, können theoretisch aber auch mit Android-Smartphones genutzt werden. Erste Testurteile der 159-Dollar-Kopfhörer fielen unterschiedlich aus – einige Tester sahen die Airpods als Geniestreich, andere als "Desaster".

Doch Normalverbraucher konnten sich von den kabellosen Hörern noch kein Bild machen, denn Apple hat den für Ende Oktober anvisierten Marktstart verschoben. Ein neuer Starttermin wurde noch nicht genannt. Berichten zufolge soll die Massenproduktion erst im Dezember beginnen. Sofern das stimmt, dürfte sie nicht mehr rechtzeitig zu Weihnachten in den Handel kommen.

Am Markt gibt es aber Alternativen. Samsung bietet mit den Gear IconX zumindest für Android-Smartphones kabellose In-Ear-Kopfhörer an, die sogar als Standalone-Musikplayer funktionieren. Sie sind ab etwa 200 Euro erhältlich. Ein ähnliches Modell bietet auch der Hersteller Bragi. The Dash funktionieren mit iOS, Android und Windows und lassen sich über Körperbewegungen und Gesten steuern. Sie sind wasserdicht und fungieren sogar als Activity-Tracker mit Herzfrequenzmessung und mehr. Dafür sind sie mit 300 Euro nicht unbedingt am unteren Ende des Preisspektrums angesiedelt.

Snapchats Kamerabrille

Während Googles Datenbrille Google Glass gefloppt ist, dürfte Snapchat mit seiner Kamerasonnenbrille einen echten Hit gelandet sein. Mit den Spectacles kann man zehn Sekunden lange Videos aus Sicht des Trägers aufnehmen und per Bluetooth über das Smartphone auf Snapchat veröffentlichen. Dabei dürften vor allem die einfache Nutzung und das stylische Design ansprechen. Denn nach dem Start über einen Verkaufsautomaten in den USA war das 130-Dollar-Gadget rasch ausverkauft.

Mehrere Käufer bieten ihre Spectacles nun auf Ebay an, allerdings zu teilweise unverschämt hohen Preisen von mehreren Hundert bis über 1.000 Euro. Wer einfach nur eine Kamera mit integrierter Brille sucht, wird am Markt schnell fündig. Solche Systeme sind beispielsweise auf Amazon schon für unter 50 Euro zu haben. Auch wenn viele dieser Modelle nicht unbedingt einen hohen Anspruch an Design haben. (br, 20.11.2016)

  • Nintendo Classic Mini
    foto: standard/wilhelm

    Nintendo Classic Mini

  • Apple Airpods
    foto: apa/afp/josh edelson

    Apple Airpods

  • Snapchat Spectacles
    foto: snapchat

    Snapchat Spectacles

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