Admira rehabilitiert sich gegen den WAC

19. November 2016, 20:35
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Das Team von Oliver Lederer schießt die Kärntner gleich mit 4:1 aus der Südstadt

Maria Enzersdorf – Mit einer 4:1-(1:0)-Gala hat die Admira in der Fußball-Bundesliga in die Erfolgsspur zurückgefunden. Nach drei Niederlagen en suite spielten die Südstädter am Samstag den WAC zuhause an die Wand und beendeten damit auch den Höhenflug der Kärntner. Besonderen Grund zum Jubel hatte Thomas Ebner: In seinem 124. Bundesligaspiel traf der 24-Jährige erstmals – und das gleich doppelt (53., 63.).

Christoph Knasmüllner hatte beim höchsten Saisonsieg den Trefferreigen in der 27. Minute eröffnet, Christoph Monschein (61.) trug sich als weiterer Admira-Torschütze auf dem Spielbericht ein. Der Tabellenachte revanchierte sich damit für die 0:5-Auswärtsschlappe beim WAC Ende August und baute den Vorsprung auf Schlusslicht Mattersburg auf sechs Punkte aus. Die völlig harmlosen Wolfsberger, die zuletzt vier Spiele in Folge ungeschlagen geblieben waren (drei Siege), sind drei Zähler vor der Admira weiter Sechste.

Hochverdient

Angesichts einer haushohen Dominanz von Beginn an war der fünfte Saisonsieg für die Admira hochverdient. Zwar verschoss Zwierschitz (6.) noch knapp, scheiterte Bajrami am gut herauslaufenden Dobnik (10.) und rettete Hüttenbrenner in letzter Sekunde vor Monschein (20.), nach fast einer halben Stunde war es aber so weit: Monschein setzte sich an der Strafraumgrenze durch und bediente Knasmüllner, der kühl erst Rnic, dann Klem aussteigen ließ und zur Führung einschoss. Einziger Schönheitsfehler: Der Torschütze stand im Abseits.

Während die Admira danach durch Monschein (30./Dobnik) und Bajrami (42.) erneut bei Dobnik vorstellig wurde, agierte der WAC fast jenseits der Wahrnehmungsgrenze. Selbst über den Zweikampf fanden die Kärntner nicht ins Spiel, auch nach der Pause änderte sich daran nichts. Gefährlich wurden nur die Gastgeber, die den "Wölfen" mit dem 2:0 durch Premierenmann Ebner den "Todesstoß" versetzten. Der Ehrentreffer für den WAC durch den eingewechselten Christopher Wernitznig in der Nachspielzeit (91.) war bedeutungslos. (APA, 19.11.2016)

Fußball-tipico-Bundesliga, 15. Runde: FC Admira Wacker Mödling – WAC 4:1 (1:0). Maria Enzersdorf, BSFZ-Arena, 2.000, SR Lechner.

Tore: 1:0 (27.) Knasmüllner

2:0 (53.) Ebner

3:0 (61.) Monschein

4:0 (63.) Ebner

4:1 (91.) Wernitznig

Admira: Leitner – Zwierschitz, Strauss, Wostry, Pavic – Ebner (84. Löffler), Lackner (66. Spiridonovic), D. Toth – Bajrami, Monschein (71. Vastic), Knasmüllner

WAC: Dobnik – Baldauf (62. Jacobo), Hüttenbrenner, Rnic, Klem – Standfest, Tschernegg, Offenbacher (80. Wernitznig), G. Nutz – Prosenik (69. Topcagic), Sanogo

Gelbe Karten: Ebner, Wostry bzw. Tschernegg

  • Stimmen:

Oliver Lederer (Admira-Trainer): "Wir waren heute für den WAC der falsche Gegner, haben viele Dinge gut gemacht. Wir hatten, was uns zuletzt ein bisschen gefehlt hat, auch Glück. Das stimmt uns für die nächsten Partien zuversichtlich."

Daniel Toth (Admira-Kapitän): "Ich bin heute richtig stolz auf die Mannschaft. Wir wollen unbedingt drei Punkte. Kämpferisch und spielerisch haben wir überzeugt, das war sehr wichtig fürs Selbstvertrauen."

Thomas Ebner (Admira-Doppeltorschütze): "Die Leistung der Mannschaft hat heute zu 100 Prozent gestimmt. So ein Ergebnis konnte aber keiner erwarten."

Heimo Pfeifenberger (WAC-Trainer): "Es war ein verdienter Sieg der Admira. Sie waren viel bissiger, beweglicher, wir haben nie Zugriff auf das Spiel gehabt. Alles in allem war das heute viel, viel zu wenig. Es hat nichts funktioniert. Schon das Abschlusstraining hat mir nicht gefallen. Ein bisschen unverständlich ist das schon, denn nach unserer Serie hätte schon mehr Selbstvertrauen da sein müssen."

Joachim Standfest (WAC-Spieler): "Heute war von einer Mannschaftsleistung nichts zu sehen. Wir sind nie ins Spiel gekommen. Es hat nichts geklappt. Aber man muss der Admira auch Qualität zugestehen."

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