Glanzlose Austria hat keine Probleme mit Ried

19. November 2016, 20:34
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Veilchen besiegen die Innviertler nach Toren von Grünwald und Kayode mit 2:0

Wien – Austria Wien hat das 1:1 im Spitzenspiel zwischen Altach und Sturm Graz nützen können. Die Violetten feierten am Samstagabend vor nur 6.274 Zuschauern im Happel-Stadion einen 2:0-(0:0)-Heimsieg über die SV Ried. Damit verkürzte die Austria den Rückstand auf das Top-Duo auf zwei Zähler. Ried bleibt auch nach der 15. Runde Siebenter, der Vorsprung auf die Admira beträgt aber nur noch einen Punkt.

Die Treffer beim dritten Austria-Heimerfolg en suite erzielten Alexander Grünwald mit einem vom Strafraumeck perfekt getretenen Freistoß ins lange Eck (63.) und Torjäger Olarenwaju "Larry" Kayode zehn Minuten später per Kopf (73.). Das fünfte Liga-Saisontor des Nigerianers hätte aber wegen Abseitsposition nicht zählen dürfen. Auch wenn das Match für die Austria den gewünschten Pflichtsieg brachte, es war alles andere denn ein glanzvoller "Dreier" der Gastgeber, die am Donnerstag in der Europa League den rumänischen Vertreter Astra Giurgiu empfangen und mit einem Sieg schon den Aufstieg unter die letzten 32 fixieren könnten.

Zum Vergessen

Vor allem in einer ersten Hälfte zum Vergessen – sie erinnerte an das torlose Remis von Österreichs Nationalteam am Dienstag gegen die Slowakei – spielte der Favorit erschreckend schwach. Hinten unterliefen der Elf von Trainer Thorsten Fink haarsträubende Fehler im Aufbau, und vorne agierte sie völlig ideenlos gegen die auf Konter lauernden Rieder.

So gesehen konnte sich die Partie nach der Pause nur bessern, wobei die Gäste aus dem Innviertel nach einem Schnitzer von Christoph Martschinko die erste Topchance vorfanden. Doch Tormann Osman Hadzikic verhinderte im Duell mit Patrick Möschl das 0:1 (52.). Danach wachte die Austria endlich auf. Grünwald köpfelte zunächst nach einer Flanke von Felipe Pires noch übers Tor (56.), durfte dann nach dem über die Mauer gezirkelten Freistoß aber sein sechstes Saisontor bejubeln.

Ried-Tormann Thomas Gebauer verhinderte zunächst nach einem Distanzschuss von Pires das 0:2 (71.). Wenig später war er beim Kopfball von Kayode machtlos. Allerdings stand der Stürmer bei der Flanke von Jens Stryger Larsen klar im Abseits. Durch diese Fehlentscheidung war die Partie endgültig entschieden. (APA, 19.11.2016)

Fußball-Bundesliga – 15. Runde:
FK Austria Wien – SV Ried 2:0 (0:0). Wien, Happel-Stadion, 6.274, SR Hameter

Tore:
1:0 (63.) Grünwald (Freistoß)
2:0 (73.) Kayode

Austria: Hadzikic – Larsen, Rotpuller, Windbichler, Martschinko – Serbest, Holzhauser (83. Prokop) – Venuto (90. Tajouri), Grünwald, Pires – Kayode (87. Friesenbichler)

Ried: Gebauer – Bergmann, Reifeltshammer, Prada, Chessa – Ziegl, Zulj (79. S. Nutz) – Möschl, Elsneg (74. Egho), Honsak (74. Walch) – Ademi

Gelbe Karten: Serbest, Rotpuller bzw. Zulj

  • Stimmen:

Thorsten Fink (Austria-Trainer): "Dass wir nicht super gespielt haben, wissen wir. Es war ein bisschen harzig, aber die Effizienz war bei uns, deshalb haben wir verdient gewonnen. Wir wussten das Ergebnis vom Spiel Altach gegen Sturm. Ich finde es motivierend, wenn man sieht, dass man näher heranrücken kann, aber wir schauen auch weiterhin nur auf uns."

Christian Benbennek (Ried-Trainer): "Es ist viel von unserem taktischen Plan aufgegangen. Wir hatten richtig gute Chancen, dann aber haben wir uns selbst geschlagen. Ein individueller Fehler hat zum Freistoß und damit zum Gegentor geführt. Dann ist es schwierig geworden, weil wir aufmachen mussten. Es wäre mehr drinnen gewesen, trotzdem haben wir ein gutes Spiel gemacht. Wir sind auf dem richtigen Weg."

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