Erstarkter WAC bei Admira um Fortsetzung von Erfolgsserien

18. November 2016, 17:52
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Kärntner zuletzt mit drei Siegen, Niederösterreicher mit drei Niederlagen – 5:0-Sieg im ersten Saisonduell für Pfeifenberger "Schnee von gestern" – Prosenik angeschlagen, aber wohl dabei

Der WAC geht am Samstag (18.30 Uhr) mit viel Selbstvertrauen ins Fußball-Bundesliga-Auswärtsspiel bei Admira Wacker Mödling. Die Kärntner feierten zuletzt drei Zu-Null-Siege, darunter zwei auch in der Fremde. Die hartnäckige Auswärtsschwäche vergangener Tage ist damit aktuell kein Thema mehr. Die Südstädter verloren zuletzt dreimal hintereinander und brauchen dringend wieder ein Erfolgserlebnis.

Durch die jüngsten Serien wuchs der Vorsprung des Sechsten aus dem Lavanttal auf den Achten auf sechs Zähler an. Der WAC kann sich bei einer Fortsetzung des Erfolgslaufes also eher nach oben als nach unten orientieren, liegt ja auch nur einen Zähler hinter dem Fünften Rapid. "Auf die Tabelle schaue ich aber nicht. Wichtig ist, dass wir Punkte sammeln, so viele wie möglich", betonte WAC-Trainer Heimo Pfeifenberger. Das gilt natürlich auch am Samstag in der BSFZ Arena. "Wichtig ist, dass wir jetzt 19 Punkte haben und nach dem Admira-Spiel mehr", sagte der 49-jährige Salzburger schmunzelnd.

Auswärtsstärke?

Obwohl seine Elf zuletzt auswärts in Ried und bei Rapid 1:0 gewonnen hat, will der WAC-Trainer von einer neuen Auswärtsstärke noch nichts wissen. "Dafür ist es viel zu früh", so Pfeifenberger. Mit den zwei Erfolgen schaffte der WAC jedenfalls innerhalb kürzester Zeit genauso viele Auswärtssiege wie in den 35 Ligaspielen zuvor. "In der Liga ist alles sehr eng, es muss immer alles zusammenpassen", weiß Pfeifenberger, dass es auch schnell wieder in die andere Richtung gehen kann.

Im ersten direkten Saisonduell mit der Admira passte für die Kärntner alles zusammen. Am 27. August schossen ein überragender Philipp Prosenik mit seinem ersten Liga-Triplepack (2., 21., 46.), Philip Hellquist (64.) und Mihret Topcagic (87.) einen 5:0-Sieg heraus. "Da ist von der ersten Minute an alles für uns gelaufen. Das Spiel ist aber Schnee von gestern. Es ist jetzt eine neue Ausgangssituation, es wird schwer genug", rechnete Pfeifenberger mit harter Gegenwehr.

Nicht förderlich ist für seine Elf, dass Prosenik angeschlagen ist. Mit sieben Toren war der Ex-Rapidler bei den Kärntnern bisher überragend, auch zuletzt gegen Rapid erzielte er den entscheidenden Treffer. Pfeifenberger glaubte aber an einen Einsatz des 23-Jährigen. "Er arbeitet sehr gut, wie die ganze Mannschaft", lobte der WAC-Coach. Die Länderspielpause kam trotz des Siegeslaufs zum richtigen Zeitpunkt. "Sie war wichtig für einige Spiele zum Auskurieren und auch zum Auffrischen", so Pfeifenberger.

Unter Wert

Die vier Partien sieglosen Südstädter verloren zwar zuletzt in Altach (0:2), gegen Rapid (1:2) und in Ried (1:2), wurden dabei aber zum Teil unter Wert geschlagen. "Wir wollen die zuletzt gezeigten Leistungen weiter verbessern und auch ein Ergebnis erzielen, dass uns in der Tabelle wieder näher ans Mittelfeld heranführt", gab Admira-Trainer Oliver Lederer vor dem Duell mit einem "gut organisierten und defensiv bestens eingestellten Gegner" die Marschroute vor.

Durch die Niederlagenserie rückte sein Team bedrohlich nahe ans Tabellenende heran, nur vier Zähler beträgt der Vorsprung auf Schlusslicht Mattersburg, der Vorletzte St. Pölten hat drei Punkte weniger. "Die Pause hat uns gut getan. Wir haben unsere Akkus wieder aufgeladen, um in der restlichen Herbstsaison nochmals durchstarten zu können", sagte Rechtsverteidiger Stephan Zwierschitz.

Nach "unglücklichen Wochen" soll es wieder aufwärts gehen. "Wir haben nicht die Punkte, die uns zustehen. Die wollen wir uns jetzt in den nächsten Runden zurückholen", erklärte der 26-Jährige. Gelingen soll das laut Mittelfeldspieler Daniel Toth mit mehr "Entschlossenheit und Konsequenz" in der Offensive. In den jüngsten 13 direkten Duellen gab es immer einen Sieger. (APA, 18.11.2016)

Technische Daten und mögliche Aufstellungen:

FC Admira Wacker Mödling – WAC (Maria Enzersdorf, BSFZ-Arena, Samstag, 18.30 Uhr, SR Lechner). Bisheriges Saisonergebnis: 0:5 (a). Ergebnisse 2015/16: 1:0 (h), 0:4 (a), 0:2 (h), 2:1 (a)

Admira: Leitner – Zwierschitz, Strauss, Wostry, Pavic – D. Toth, Lackner – Starkl, Knasmüllner, Bajrami – Monschein

Ersatz: Kuttin – Maranda, Yavuz, Cabrera, Wessely, Ebner, Spiridonovic, Vastic

Es fehlen: Maier (im Aufbautraining), Roguljic (Knieprobleme), Grozurek (Einriss der Gelenkslippe im rechten Hüftgelenk), Ayyildiz (Meniskusresektion und Knochenmarksödem im linken Knie), Blutsch (Knieprobleme), Sax, Schmidt (beide gesperrt)

WAC: Dobnik – Baldauf, Hüttenbrenner, Rnic, Klem – Zündel, Tschernegg, Offenbacher, G. Nutz – Prosenik/Hellquist, Wernitznig

Ersatz: A. Kofler – Sollbauer, Drescher, Standfest, Jacobo, Rabitsch, Sanogo

Es fehlen: Palla (im Aufbautraining), Trdina, Rosenberger (beide nach Kreuzbandriss), Holzer (Knöchelprobleme)

Fraglich: Prosenik (angeschlagen), Topcagic (Zahnprobleme)

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