Barack Obama über Fake-News: "Wir haben ein Problem"

18. November 2016, 14:33
36 Postings

Der US-Präsident warnt vor "Desinformationen", die "sehr gut verpackt sind"

US-Präsident Barack Obama hat sich auch mit Blick auf die Wahl seines Nachfolgers Donald Trump ausführlich zu Fake-News in sozialen Medien geäußert. Bei einer Pressekonferenz in Berlin nannte er die Verbreitung von Falschinformationen ein "Problem". Die Grenze zwischen "ernsthaften Argumenten und Propaganda" verschwimme, es gebe laut Obama "so viele aktiv verbreiteten Falschinformationen, die sehr gut verpackt" seien. Dies sei ein Kampf, bei dem es laut Obama "so viel" zu verlieren gebe.

IT-Konzerne werden aktiv

Zuvor hatte Facebook-Chef Mark Zuckerberg die These, Fake-News hätten die US-Wahl beeinflusst, noch als "verrückte Idee" abgetan. Allerdings hatten wenig später Facebook und Google angekündigt, ihre Werbenetzwerke für Seiten zu sperren, die viele Falschinformationen verbreiten. Das trifft die Betreiber von Fake-News zwar finanziell, stoppt jedoch ihre Verbreitung in sozialen Medien nicht.

Kritiker denken, dass eine Umstellung des Facebook-Algorithmus der Flut an Fehlinformationen Vorschub geleistet hat. Seit Beginn des Sommers werden nämlich von Freunden geteilte Links höher bewertet als Medienorganisationen, deren Seiten Nutzer mit "Gefällt Mir" markiert haben. (red, 18.11.2016)

  • Barack Obama äußerte sich auf einer Pressekonferenz in Berlin ausführlich zu Fake News.
    foto: reuters/lamarque

    Barack Obama äußerte sich auf einer Pressekonferenz in Berlin ausführlich zu Fake News.

Share if you care.