Deutsche Bank kassiert 3,15 Milliarden für China-Beteiligung

18. November 2016, 14:12
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Preis am unteren Ende der Spanne

Frankfurt – Der Verkauf ihrer Beteiligung an der chinesischen Bank Hua Xia spült der Deutschen Bank umgerechnet 3,15 Mrd. Euro in die Kassen. Die Bank bezifferte den Erlös für das knapp 20-prozentige Aktienpaket am Freitag auf 23,2 Mrd. Yuan.

Das liegt am unteren Ende der Spanne, die das Institut Ende 2015 angegeben hatte, als es sich mit dem chinesischen Versicherer PICC Property & Casualty Co grundsätzlich über den Verkauf geeinigt hatte. PICC zahlt nach eigenen Angaben 22,4 Mrd. Yuan an die Deutsche Bank. Die Differenz hatte sie bereits als Dividende von Hua Xia erhalten.

Der Verkauf hatte sich über Monate hingezogen, weil die letzten Genehmigungen der Behörden noch ausstanden. In dieser Zeit verschlechterte sich der Kurs des Yuan. Der Bank winkt nun ein kleiner Buchgewinn. Ende September stand die Beteiligung nur noch mit 2,8 Mrd. Euro in den Büchern. Anfang 2015 war die Beteiligung an Hua Xia umgerechnet mehr als 4 Mrd. Euro wert – doch da hatte sich die Deutsche Bank noch nicht zu einem Verkauf durchringen können.

Anstieg des Kernkapitals

Im Vordergrund stand für die Bank bei dem Verkauf ohnehin die Verbesserung der Kapitalquoten: Die harte Kernkapitalquote, die Ende September bei 11,1 Prozent lag, steigt nach früheren Angaben damit auf etwa 11,6 Prozent. Im Stresstest der Europäischen Zentralbank (EZB) hatte das Frankfurter Institut sich den Effekt aus dem schwebenden Verkauf bereits anrechnen lassen dürfen. Beteiligungen an anderen Banken belasten nach dem neuen Eigenkapital-Regelwerk Basel III die Kapitaldecke.

Die mit dem Einstieg bei Hua Xia verbundenen Hoffnungen der Deutschen Bank hatten sich ohnehin nie erfüllt. Auch viele andere Banken haben ihre Beteiligungen in China verkauft. Hua Xia teilte am Freitag mit, man habe anlässlich des Verkaufs die Zusammenarbeit bei Kreditkarten und auf anderen Gebieten mit der Deutschen Bank beendet. Das chinesische Institut wolle nun selbst eine Konsumfinanzierungs-Tochter aufbauen. (18.11.2016)

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