Suzuki S-Cross: Gib mir Chrom, Baby

20. November 2016, 10:33
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Markanterer Grill, dahinter neue Turbobenziner. Zum Facelift des Suzuki S-Cross hat sich einiges getan. Wir haben uns die erstaunliche Topversion mit Allrad und 6-Gang-Automatik angesehen.

Villach – Die einen wollen von Pörtschach eine Seilbahn über den Wörthersee auf den gegenüberliegenden Aussichtsberg bauen, wohl wissend, dass ähnliche Pläne bereits Anfang der 1950er-Jahre gewälzt und abgeschmettert wurden. Die anderen, darunter der Wirt auf dem Pyramidenkogel, favorisieren die Variante von Reifnitz herauf. Auch daraus wird vermutlich nichts werden.

Aussichtsturm

Wir jedenfalls wollten nicht warten und haben den mit 905 Metern höchsten Aussichtspunkt am Wörthersee mittels Allradantrieb im Suzuki SX4 S-Cross regelgerecht erfahren. Und nein: Auf den mit knapp 100 Metern welthöchsten Aussichtsturm aus Holz, das weithin sichtbare Wahrzeichen der Region, sind wir nicht mehr gestiegen. Es war zu kalt.

foto: guido gluschitsch

Zugegeben, mit Allrad bei gutem Straßenzustand einen zwar ausgewachsenen Hügel, aber dennoch Hügel und nicht Berg zu bezwingen, klingt reichlich übertrieben. Mit dem markanten Kühlergrill und seinen vertikalen Streben würde man den neu designten Japaner idealerweise auf schlechten Straßen oder Waldwegen sehen. Dort, speziell in steilen, schattigen Passagen, wo sich früher Schnee besonders lange hält, kann der Suzuki S-Cross seine Stärken ausspielen.

foto: guido gluschitsch

Er hält Spur, wo andere Autos längst schlingern. Der neue Allgrip-Allradantrieb bietet die Möglichkeit, zwischen vier Fahrmodi zu wählen. Im "Auto"-Modus ist das Gefährt grundsätzlich als Frontantriebler unterwegs. Die Hinterachse schaltet sich hinzu, sobald eines der Räder zu viel Schlupf bekommt. In der "Sport"-Variante treibt der Motor immer alle vier Räder an. Der "Snow"-Modus schließlich bietet die bestmögliche Traktion auf schlüpfrigem Grund, während die "Lock" -Konfiguration gedacht ist, das Auto aus Schnee-, Schlamm- oder Sandfallen zu befreien.

Ledersitze

Innen besticht der Suzuki durch viel Chrom, mit dem Instrumententafel, Lufteinlässe und anderes auf dem Armaturenbrett eingefasst sind. Die von uns getestete Topversion wartet mit Ledersitzen, Notbremsassistent und Panorama-Glasschiebedach auf. Außerdem gibt es ein Audio- und Navisystem, das über einen 4,2-Zoll-Touchscreen bedient wird.

foto: guido gluschitsch

Der Sicherheit dienlich, manchmal aber nervig sind die Abstandssensoren. Sie schlagen auch an, wenn Fußgänger zu nah am Kühlergrill vorbeigehen oder Mopedfahrer sich bei der Ampel davorzwängen. Der Warnpiepser hört erst auf, wenn sich niemand mehr in der Sensorzone befindet.

Auf dem Pyramienkogel wurde es bald dunkel, die meisten Besucher waren längst zu Hause. Auf uns wartete noch die Heimfahrt nach Wien – mit Allrad auf der Autobahn, sicher und bequem. (Günther Strobl, 20.11.2016)

Nachlese:

Jeep: Lieber Krater als Kater

Mazda CX-3: Kleinerer Abenteuer

Opel Mokka X: Schick am Schotter

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Hinweis im Sinne der redaktionellen Leitlinien: Die Teilnahme an internationalen Fahrzeug- und Technikpräsentationen erfolgt großteils auf Basis von Einladungen seitens der Automobilimporteure oder Hersteller. Diese stellen auch die hier zur Besprechung kommenden Testfahrzeuge zur Verfügung.

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    grafik: der standard
  • Der S-Cross ist geländegängiger, als man das vermuten würde. Da schlägt Suzukis Offroad-Erfahrung durch.
    foto: guido gluschitsch

    Der S-Cross ist geländegängiger, als man das vermuten würde. Da schlägt Suzukis Offroad-Erfahrung durch.

  • Die Offroad-Eigenschaften des SX4 S-Cross sind fein, wenn man sie einmal braucht – aber auch hilfreich in der nassen, kalten Jahreszeit.
    foto: guido gluschitsch

    Die Offroad-Eigenschaften des SX4 S-Cross sind fein, wenn man sie einmal braucht – aber auch hilfreich in der nassen, kalten Jahreszeit.

  • In der Topversion hat dieser Suzuki auch ein Glasschiebedach.
    foto: guido gluschitsch

    In der Topversion hat dieser Suzuki auch ein Glasschiebedach.

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