Selbstmordanschlag im Irak: Mindestens 30 Menschen getötet

17. November 2016, 21:39
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Dutzende Verletzte – Attentat galt offenbar sunnitischen Provinzpolitikern

Falluja – Bei einem Selbstmordanschlag auf eine Hochzeitsgesellschaft in der irakischen Stadt Falluja sind mindestens 30 Menschen getötet worden. Der Anschlag am Donnerstag sei mit einem sprengstoffbeladenen Auto ausgeführt worden, berichtete ein Mitarbeiter der Sicherheitskräfte.

Bei dem Attentat seien zudem 45 Menschen verletzt worden. Die Opferzahl könnte aufgrund vieler Schwerverletzter noch steigen. Zunächst bekannte sich niemand zu der Tat. Der Anschlag galt aber offenbar sunnitischen Provinzpolitikern, die an der Hochzeitsfeier teilnahmen.

Zu ähnlichen Taten bekannte sich in der Vergangenheit die sunnitische Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS), die im Sommer von der irakischen Armee und Verbündeten aus der Stadt vertrieben worden war.

Durch Selbstmordattentate vor allem auf Schiiten wurden in den vergangenen Monaten hunderte Menschen vor allem in der Hauptstadt Bagdad getötet. Die Jihadisten stehen nicht erst seit dem Beginn der Offensive auf ihre Hochburg Mossul vor einem Monat massiv unter Druck. Ministerpräsident Haider al-Abadi hat wiederholt angekündigt, den IS noch in diesem Jahr aus dem Irak vertreiben zu wollen. (APA, 17.11.2016)

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