EU-Kommission plant neue Ausnahmen für Banken-Gläubiger

17. November 2016, 21:01
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Abwicklungsrichtlinie soll an einigen Stellen gelockert werden

Brüssel/Frankfurt – Die EU-Kommission will die EU-Abwicklungsrichtlinie an einigen Stellen lockern -und zwar zugunsten der Gläubiger. Das geht aus dem Entwurf zur geänderten Bankenabwicklungsrichtlinie hervor, der dem "Handelsblatt" (Freitag) vorliegt.

In Artikel 55 des Entwurfs wurden zwei neue Ausnahmetatbestände hinzugefügt, die in Drittstaaten außerhalb der EU ausgegebene Bankenanleihen und ihre Eigentümer begünstigen, berichtete die Zeitung am Donnerstagabend vorab.

Die 2015 in Kraft getretene Bankenabwicklungsrichtlinie sieht demnach vor, dass Gläubiger und Aktionäre von Banken im Falle einer Pleite einen Teil der Verluste tragen müssen. Ziel sei es, Steuerzahler vor den Kosten von Bankenkrisen zu schützen. Das Haftungsgebot für die Gläubiger werde durch die revidierte Bankenabwicklungsrichtlinie nun teilweise gelockert. Die EU-Kommission legt den Rechtstext voraussichtlich am kommenden Mittwoch vor. (APA, 17.11.2016)

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