Bezahlte Spielvideos: EA führt strengere Regeln für Youtuber ein

17. November 2016, 15:49
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Neue Kennzeichnungen sollen Aufschluss über bezahlte Inhalte geben

Electronic Arts will künftig mehr Transparenz beim Sponsoring von Youtube-Videos, Livestream und Social-Media-Inhalten an den Tag legen. Wie der Konzern in einem Blogeintrag mitteilte, sollen Kunden anhand neuer Richtlinien künftig leichter erkennen können, ob es sich bei einem Inhalt um unabhängige und redaktionelle Publikationen, unterstützte Platzierungen von Botschaften oder Werbung handelt.

Klare Kennzeichnung

"Jeder YouTuber, Streamer oder anderweitig aktive Influencer, der bei seiner Content-Erstellung eine Zusammenarbeit mit Electronic Arts eingeht und noch kein eigenes Kennzeichnungssystem nutzt, ist fortan dazu aufgefordert, unsere Hashtags und Watermarks zu nutzen", heißt es in der Mitteilung.

Hierzu gibt es ab sofort zwei Kennzeichnungen: #supportedbyEA und #advertisement. Unter erstere fallen Inhalte, bei denen EA die Erstellung unterstützt hat, beispielsweise durch Einladungen zu Events und die Übernahme von Reisekosten, aber auf die Inhalte selbst kein Einfluss genommen wurde. Mit #advertisement gekennzeichnete Beiträgen handelt es sich wiederum um Inhalte, bei denen EA auch redaktionellen Einfluss nehmen konnte oder Inhalte selbst erstellt hat.

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Video: Wir spielen "Titanfall 2" – ganz ohne Sponsoring ;)

Reaktion auf Missstände

"Wir möchten mit den Kennzeichnungen Transparenz schaffen und dazu beitragen, dass unterstützte Inhalte und Werbung sofort als solche erkennbar sind", schreibt EA. Damit reagiert der Konzern auf vorangegangene Beschwerden bezüglich undurchsichtiger Marketingaktionen, bei denen vermeintlich unabhängige Youtuber und Social-Media-Influencer für die positive Berichterstattung zu Games bezahlt wurden. (zw, 17.11.2016)

  • Artikelbild
    foto: ea
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