Forscher stoßen auf ältere Strukturen in der Kukulcán-Pyramide

17. November 2016, 13:16
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Gefundene Überreste dürften aus den Jahren 550 bis 800 unserer Zeitrechnung stammen

Mexiko-Stadt – Mexikanische Forscher haben im Inneren der Kukulcán-Pyramide in der Ruinenstadt Chichén Itzá bisher unbekannte Vorläuferstrukturen entdeckt. Dabei handle es sich möglicherweise um eine Rampe oder Treppe, einen Altar und Reste einer Mauer oder Säule, teilten die Spezialisten der Universität UNAM mit.

Die Gebäudeteile stammen demnach aus den Jahren 550 bis 800 unserer Zeitrechnung und wurden per Tomographie entdeckt. "Das sind noch vorläufige Ergebnisse", sagte Projektkoordinator René Chavez.

Historischer Hintergrund

Chichén Itzá ist eine der wichtigsten archäologischen Stätten Mexikos. Seit 1988 gehört die Ruinenstadt zum Unesco-Weltkulturerbe. Die 30 Meter hohe Pyramide des Kukulcán wurde in verschiedenen Etappen errichtet. Der heute sichtbare Teil stammt aus der Periode 1050 bis 1300. Bisher war bereits eine Unterstruktur aus den Jahren 800 bis 1000 bekannt.

Damals kam es auf der Halbinsel Yucatán zu einer Vermischung der Maya mit anderen Kulturen aus Zentralmexiko. Die nun entdeckten Teile stammen aus der "reinen" Maya-Zeit davor. "Über diese Periode haben wir nur wenige Informationen", sagte die Archäologin Denisse Lorenia Argote. (APA, red, 16. 11. 2016)


Link
UNAM: "Descubren universitarios segunda pirámide al interior de la de Kukulkán, en Chichén Itzá" (auf Spanisch, aber mit Infografik und Video der Präsentation)

  • Imposantes Bauwerk mit altem Kern: die Pyramide des Kukulcán, der Maya-Gottheit der Auferstehung.
    foto: ap photo/israel leal

    Imposantes Bauwerk mit altem Kern: die Pyramide des Kukulcán, der Maya-Gottheit der Auferstehung.

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