Rapid vermeldet Rekordgewinn

17. November 2016, 12:28
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Geschäftsführer Peschek präsentiert den Geschäftsbericht 2015/16: "Höchster Gewinn eines Bundesligisten in der Geschichte"

Wien – Rapid Wien hat am Donnerstagvormittag bei der Vorstellung des Geschäftsberichts 2015/16 einen Rekordumsatz von 48,7 Millionen und einen Rekordgewinn von 11,6 Millionen Euro vermeldet. "Das ist der höchste Gewinn eines Bundesligisten in der Geschichte", sagte Geschäftsführer Christoph Peschek.

"Dieses Rekordergebnis ist kein Zufallsprodukt, sondern das Ergebnis einer Strategie", ergänzte Finanzdirektor Raphael Landthaler. Rund vier Millionen Euro davon würden zur vorzeitigen Tilgung des Stadionkredits verwendet, der Rest sei unter anderem in den Profikader investiert worden und werde für die Bildung von Reserven für infrastrukturelle Projekte verwendet, so Peschek, der für die Saison 2016/17 ein ausgeglichenes Gesamtergebnis erwartet.

9,3 Millionen Euro Transfererlöse

Die Transfererlöse der vergangenen Saison erreichten vor allem durch die Abgänge von Robert Beric (AS Saint-Etienne) und Florian Kainz (Werder Bremen) 9,3 Millionen Euro, die Erlöse aus den internationalen Bewerben betrugen durch den Einzug ins Champions-League-Playoff und den Gruppensieg in der Europa League 17,4 Millionen Euro. "Wir haben eine Erlössteigerung in allen relevanten Bereichen im Kerngeschäft", so Peschek.

Auch bei Merchandising (48 Prozent), Ticketing (130 Prozent, "Ein Zuschauerschnitt von über 17.000 ist keine Selbstverständlichkeit in der Bundesliga") und Sponsoring (sieben Prozent) gab es Zuwächse. Peschek: "Wir haben keinen einzigen Partner verloren und noch neue dazugewonnen. Das spricht für die Zugkraft des SK Rapid."

Das Vereinskapital betrug per 30. Juni 10,265 Millionen Euro. Auch das ist laut Landthaler ein Rekordwert in der Bundesliga. Sollte es sportlich einmal nicht so laufen, müsse man sich ebenfalls keine Sorgen machen. "Wenn wir uns in der kommenden Saison nicht für einen Europacup-Bewerb qualifizieren sollten, dann ist eine schwarze Null das Ziel", so Landthaler.

"Eine bewusste Budgeterhöhung"

Das liege in erster Linie am neuen Stadion, einer Uefa-Vier-Sterne-Arena, in der Rapid nach zwei Jahren im Ernst-Happel-Stadion seit Sommer seine Heimspiele austrägt. Die Gesamtkosten für das in 17 Monaten errichtete "Jahrhundertprojekt" betrugen laut vorläufiger Endabrechnung 54,4 Millionen Euro, ursprünglich waren 53 Millionen veranschlagt.

"Das ist aber keine Überschreitung, sondern eine bewusste Budgeterhöhung", sagte Peschek mit Verweis auf eine "höherwertige Ausstattung". Das Stadion wurde durch einen Bankkredit von 32 Millionen Euro (Laufzeit 25 Jahre), drei Millionen aus Crowdinvesting und eine Subvention von rund 20 Millionen Euro durch die Stadt Wien finanziert.

Nach der Ablöse des Betreuerstabs um Mike Büskens durch jenen von Ex-Altach-Coach Damir Canadi hat Rapid noch bis Saisonende "ein zusätzliches Trainerteam zu bezahlen", so Landthaler. "Das können wir uns leisten, nicht nur aufgrund der vergangenen Saison, sondern auch weil wir heuer in der Europa League gut unterwegs sind."

Geschäftsbericht zum Download

Da sich Rapid der Transparenz verschrieben hat, werden die wirtschaftliche Kennzahlen auch heuer detailliert veröffentlicht. Der 116 Seiten starke Geschäftsbericht wird ab Freitag auf der Vereinswebsite zum Download verfügbar sein. (APA, 17.11.2016)

  • Rapid lässt die Kasse klingeln.
    foto: apa/hochmuth

    Rapid lässt die Kasse klingeln.

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