Inflation steigt wieder: Preistreiber sind Wirte und Mieten

17. November 2016, 10:31
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Die Inflation stieg im Oktober auf 1,3 Prozent, der höchste Stand seit November 2014

Wien – Die Inflation hat im Oktober um 1,3 Prozent zugelegt und damit den höchsten Wert seit November 2014 erreicht (plus 1,7 Prozent). Das ist insbesondere auf die steigenden Treibstoffpreise zurückzuführen, die bisher ein kräftiger Preisdämpfer waren. Größter Preistreiber ist aber weiterhin die Gastronomie. Ohne teurere Wirte hätte die Inflation 1,0 Prozent betragen, teilte die Statistik Austria am Donnerstag mit.

Restaurants und Hotels wurden um 3,2 Prozent teurer, bei der Ausgabengruppe "Wohnung, Wasser, Energie" gab es ein Plus von 1,3 Prozent. Hier waren die Wohnungsmieten mit einem Zuwachs von 3,7 Prozent ausschlaggebend.

Teurere Treibstoffe führten dazu, dass die Ausgabengruppe "Verkehr" nicht mehr inflationsdämpfend wirkte, sondern eine moderate Teuerung von 0,4 Prozent verzeichnete. Noch im September waren die Treibstoffpreise gegenüber dem Vorjahr um 3,5 Prozent niedriger gewesen. Zudem verteuerten sich Flüge ins Ausland um 11,1 Prozent und Reparaturen um 3,6 Prozent.

Monatsvergleich

Im Monatsvergleich schlug der Umstieg auf die Winterbekleidung wesentlich auf die Preise. Bekleidung und Schuhe verteuerten sich gegenüber September um 2,9 Prozent, Schuhe waren 3,1 Prozent teurer.

Der tägliche Einkauf, der sogenannte Mikrowarenkorb, wurde im Jahresabstand um 1,9 Prozent teurer, der wöchentliche Einkauf, der neben Lebensmitteln auch Dienstleistungen und Treibstoffe enthält, um 1,3 Prozent. (APA, red, 17.11.2016)

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    foto: apa/jäger
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