Erneut mehr als 200 Tote bei Mittelmeer-Überfahrt befürchtet

16. November 2016, 17:27
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Nach dem Kentern zweier Schlauchboote werden 230 Menschen vermisst, zehn konnten nur noch tot geborgen werden

Rom – Nach zwei Flüchtlingsunglücken im Mittelmeer werden bis zu 240 Tote befürchtet. Geborgen wurden seit Anfang der Woche zehn Tote, erklärte die italienische Küstenwache am Mittwoch. 230 Menschen würden aber weiterhin vermisst, die Suche nach ihnen werde fortgesetzte. Die Überlebenden erreichten unterdessen den Hafen der sizilianischen Stadt Catania.

Bereits am Montag war ein Schlauchboot gekentert, lediglich 15 Flüchtlinge überlebten das Unglück. Fünf Menschen konnten nur noch tot geborgen werden, Überlebende sprachen zudem von 135 Vermissten.

Bei einem weiteren Unglück am Dienstag kamen ebenfalls fünf Menschen ums Leben, 23 Flüchtlinge konnte die italienische Küstenwache retten. Weitere 95 Menschen werden noch vermisst.

Die Zahl der bei ihrer Flucht nach Europa ums Leben gekommenen Flüchtlinge ist in diesem Jahr besonders hoch. Nach Angaben der internationalen Migrationsbehörde IOM starben bisher 4.271 Migranten im Mittelmeer. 2015 hatte die Organisation 3.770 Todesfälle gezählt. (APA, 16.11.2016)

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