Vogelkot kühlt indirekt die Arktis – zumindest ein bisschen

17. November 2016, 09:00
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Kleinvieh macht auch Mist: Ammoniakausgasungen sorgen für mehr Wolkenbildung

Halifax – Im Sommer wird die Arktis zu einem regelrechten Seevogelhotspot: Millionen von Vogelpaaren bilden ausgedehnte Brutkolonien. Wenig überraschend fallen dabei üppige Mengen an Ausscheidungsprodukten an.

In Verbindung mit Kalkstein entsteht daraus Guano, das der Mensch schon vor Jahrhunderten als stickstoff- und phosphorsäurehaltiges Düngemittel und einst auch zur Sprengstoffproduktion für sich entdeckt hat. Forscher der Dalhousie University in Halifax haben nun untersucht, welchen Einfluss dieses Kotgemisch auf das arktische Klima hat.

Wie sie in "Nature Communications" berichten, regen die Ammoniakausgasungen die Wolkenbildung in der Region an, was wiederum die Sonneneinstrahlung mindert und damit kühlend wirkt. Der Effekt reiche zwar nicht annähernd aus, um die Erwärmung der Arktis zu bremsen, müsse aber dennoch als Klimafaktor berücksichtigt werden. (red, 17. 11. 2016)

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    foto: ap/robert f. bukaty
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