Studie: Metallerabschluss bedeutet Reallohnverlust

16. November 2016, 12:23
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Inflation und kalte Progression fressen die Lohnerhöhung auf. Nur der Staat profitiere, so die Kritik

Wien – Der jüngste Lohnabschluss bei den Metallern bedeutet für die Beschäftigten unterm Strich einen Kaufkraftverlust, sagt die in Innsbruck ansässige Gesellschaft für Angewandte Wirtschaftsforschung (GAW). "Wenn alle Österreicher 2017 eine Lohnerhöhung von 1,68 Prozent erhalten würden, dann hätten wir alle netto real weniger in der Tasche", zitiert die "Tiroler Tageszeitung" am Mittwoch die Studie.

"Der einzige, der real verdient, ist der Staat", sagt Stefan Haigner von der GAW. Grund dafür sei die kalte Progression, die "abgeschafft gehört".

Die Erhöhung der Bruttolöhne bei den Metallern bedeute, dass die meisten Nettolöhne nur um 1,3 bis 1,4 Prozent steigen, rechnen die Studienautoren vor. Das reiche nicht einmal aus, um die erwartete Inflation von 1,7 Prozent im kommenden Jahr auszugleichen. Allerdings liegt die Inflationsrate von 1,7 Prozent auch ohne kalte Progression schon höher als die KV-Erhöhung der Metaller. (APA, 16.11.2016)

  • Die kalte Progression frisst einen Teil der Erhöhungen bei den Bruttolöhnen auf.
    foto: apa/dpa/caroline seidel

    Die kalte Progression frisst einen Teil der Erhöhungen bei den Bruttolöhnen auf.

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