Krebsverdacht: Kolumbiens Präsident lässt sich in USA untersuchen

15. November 2016, 17:25
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Erhöhte Werte eines Antigens festgestellt

Bogota – Der kolumbianische Präsident Juan Manuel Santos lässt sich wegen Verdachts auf Krebs in den USA untersuchen. Er werde am Mittwoch nach Baltimore reisen, um sich medizinischen Tests zu unterziehen, teilte der Staatschef am Dienstag mit. Santos war vor vier Jahren wegen Prostatakrebs operiert worden.

Bei einer Untersuchung in einer Klinik in Bogota seien erhöhte Werte des prostataspezifischen Antigens festgestellt worden, sagte Chefarzt Adolfo Llinas. Das Enzym gilt als Marker in der Diagnose von Prostatakrebs. Deshalb habe er dem Präsidenten empfohlen, sich so schnell wie möglich weiteren Tests zu unterziehen, sagte Llinas. Die dazu notwendige Technologie sei in Kolumbien nicht verfügbar.

Die Untersuchung in den USA soll am Donnerstag stattfinden. Er sei von dem Befund überrascht worden, hoffe aber auf positive Ergebnisse bei dem Test in den USA, sagte Santos.

Für seine Bemühungen um einen Friedensvertrag mit der linken Guerillaorganisation FARC war Santos vor gut einem Monat der Friedensnobelpreis zuerkannt worden. Das Abkommen war zwar in einem Referendum abgelehnt worden, soll jetzt aber in leicht abgeänderter Form vom Kongress beschlossen werden. (APA, 15.11.2016)

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