Geldautomaten-Hersteller Wincor nach Gewinnsprung zuversichtlich

15. November 2016, 17:22
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Vorstandschef Heidloff: "Wir sehen uns weiterhin auf Wachstumskurs"

Das Sparprogramm hat sich bei dem vor der Übernahme durch den US-Konzern Diebold stehenden Geldautomaten-Hersteller Wincor Nixdorf ausgezahlt. Der deutsche Konzern verbuchte in dem im September abgelaufenen Bilanzjahr 2015/16 einen Rekordumsatz und das zweithöchste operative Ergebnis (Ebita).

Vorstandschef Eckard Heidloff ist auch für das laufende Geschäftsjahr zuversichtlich, wagte aber noch keine genaue Prognose. "Wir sehen uns weiterhin auf Wachstumskurs", sagte er am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters.

Im Geschäftsjahr 2015/16 verbuchte Wincor bei einem Umsatz von 2,579 (Vorjahr: 2,427) Mrd. Euro ein Ebita nach Einmaleffekten von 198 (22) Mio. Euro. Damit übertraf Heidloff seine bereits angehobene Prognose leicht. "Wir sind mit unserem Sparprogramm schneller voran gekommen als erwartet", begründete der Manager die Zuwächse. Zudem sei das Hardware-Geschäft Wachstumstreiber gewesen.

Im Banken-Geschäft gewachsen

Der Umsatz legte in dem Bereich um 12 Prozent auf 1,134 Mrd. Euro zu. Vor allem Großaufträge von Handelsunternehmen hätten dazu beigetragen. Auch im Banken-Geschäft sei Wincor gewachsen, allerdings eher mit Software und Dienstleistungen. Der Umsatz mit Software/Services kletterte insgesamt aber nur um zwei Prozent auf 1,445 Mrd. Euro.

Noch ist die Übernahme durch den US-Wettbewerber Diebold aber nicht amtlich. Aktionäre hätten gegen den von der Hauptversammlung beschlossenen Gewinnabführungs- und Beherrschungsvertrag Anfechtungsklagen eingereicht. Daher verzögere sich die Eintragung des Vertrages in das Handelsregister um einige Monate. "Die anhängigen Klagen gefährden aber nicht den Zusammenschluss mit Diebold", betonte Heidloff.

Gemeinsam kommen Diebold und Wincor auf rund 4,8 Mrd. Euro Umsatz und können damit zum Weltmarktführer NCR aus den USA aufschließen. (APA, 15.11. 2016)

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