Zu leise: E-Autos müssen in USA Warnsignal geben

15. November 2016, 09:38
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Bis 30 km/h sind Elektroautos so schwer zu hören, dass Fußgängern und Radfahrern Gefahr droht

Washington – In den USA müssen leisere Fahrzeuge wie Elektro- und Hybridautos künftig bei geringer Geschwindigkeit Warntöne abgeben. Die Regierung verabschiedete ein Gesetz, nach dem von September 2019 an alle betreffenden Autos bis zu einer Geschwindigkeit von 30 Kilometern pro Stunde durch Geräusche Fußgänger, Fahrradfahrer und Sehbehinderte warnen sollen.

Bei höherer Geschwindigkeit sei kein Signal nötig, da Wind und Reifen Geräusche machen, durch die die Fußgänger und Radfahrer gewarnt werden, teilte die Bundesbehörde für Straßen- und Fahrzeugsicherheit (NHTSA) mit.

Die neuen Warntöne könnten ab 2020 jährlich rund 2.400 Fälle von Verletzungen im Straßenverkehr verhindern, schätzt die Behörde. Auf Autobauer wie Tesla, Nissan und Toyota kämen Gesamtkosten von 39 Millionen Dollar pro Jahr zu, weil sie die Autos mit einem wasserdichten Außenlautsprecher ausstatten müssen. Dem stünden aber 250 bis 350 Millionen Dollar pro Jahr gegenüber, die dann nicht mehr aufgrund von Verletzungen anfallen, weil die E-Autos besser von Passanten und Radlern wahrgenommen werden können. (Reuters, 15.11.2016)

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