Österreich und Israel beschließen Kooperation bei Cyberabwehr

15. November 2016, 08:30
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Doskozil zu Golan-Abzug: "Sachlich richtig, aber Art und Weise falsch"

Wien/Tel Aviv – Österreich und Israel werden künftig bei der Abwehr von Bedrohungen aus dem Internet zusammenarbeiten. Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil (SPÖ) und sein israelischer Kollege Avigdor Lieberman vereinbarten am Montag in Tel Aviv, innerhalb der nächsten zwei bis drei Monate ein Abkommen für Zusammenarbeit bei der Cybersecurity auszuarbeiten.

Doskozil freute sich am Montagabend vor österreichischen Journalisten über ein "sehr freundschaftliches Gespräch" mit seinem als schwierig bekannten israelischen Gegenüber. Lieberman habe die Zusammenarbeit auf dem Gebiet, auf dem Israel als weltweit führend gilt, "offensiv angeboten". Der Verteidigungsminister, der sich in Israel auch bei Sicherheitsunternehmen und auf einer Konferenz zum Thema Innere Sicherheit und Schutz gegen digitale Bedrohungen (Homeland & Cyber Security) informiert, registriert, "welchen Vorsprung Israel in diesen Bereichen hat". Konkret soll ein Teil des noch auszuarbeitenden Abkommens in der Schulung österreichischer Cybersecurity-Experten in Israel bestehen.

Verstimmung wegen Golan-Abzugs

Ein Wermutstropfen des Treffens war laut Doskozil die in Israel sichtlich noch nicht völlig abgeklungene Verstimmung über den Abzug der heimischen UN-Soldaten von den Golanhöhen. Österreich hatte im Juni 2013 angesichts immer häufigerer Verletzungen der Waffenstillstandszone im Rahmen des syrischen Bürgerkriegs seine Blauhelme nach fast 40 Jahren von der UN-Mission abgezogen – nach Ansicht vieler Beobachter und auch der Uno selbst in überstürzter Manier. "Die Entscheidung war in der Sache richtig, aber die Art und Weise war falsch", meint auch Doskozil heute. "Bei internationalen Einsätzen muss man ein verlässlicher Partner sein." (APA, 15.11.2016)

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