Rebellen: IS aus jesidischen Dörfern bei Mossul vertrieben

14. November 2016, 21:10
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Mit Unterstützung durch kurdische Peschmerga-Kämpfer

Erbil – Im Irak haben Rebelleneinheiten nach eigenen Angaben die radikalislamische IS-Miliz aus fünf jesidischen Dörfern westlich von Mossul vertrieben. Die am Samstag begonnene Offensive ziele auf die Rückeroberung aller jesidischen Orte südlich des Sinjar-Gebirges, sagte ein Vertreter der jesidischen YBS-Miliz am Montag.

Unterstützt wurden die Kämpfer durch die kurdischen Peschmerga. Ihr Vormarsch gegen den IS fällt zusammen mit der größer angelegten Offensive der irakischen Armee, die zusammen mit kurdischen und schiitischen Einheiten versucht, den Islamischen Staat aus Mossul zu vertreiben. Sie erhalten Unterstützung durch die US-Luftwaffe.

Die IS-Kämpfer hatten 2014 die fünf jesidischen Dörfer bei Mossul überrannt. Damals brachte der IS das Sinjar-Gebirge und die Umgebung unter seine Kontrolle. Die dort lebenden Jesiden, eine Kurdisch sprechende religiöse Minderheit im Irak, wurden zu Tausenden getötet, gefangen genommen und versklavt. 2015 eroberten irakische und syrische Kurden-Einheiten mit Unterstützung der USA das Sinjar-Gebirge zurück. Doch die Region südlich davon blieb in der Hand des IS.

Die Jesiden-Miliz ist verbündet mit der in der Türkei verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei PKK. Ihr Kampf gegen den IS könnte die türkische Regierung auf den Plan rufen, die erklärt hat, sie werde nicht zulassen, dass das Sinjar-Gebirge in ihrem südlichen Nachbarland zum Rückzugsgebiet der PKK-Kämpfer wird. (APA/Reuters, 14.11.2016)

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