Vier von fünf Fischbeständen in Europa in schlechtem Zustand

14. November 2016, 14:00
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Nachhaltigere Fangmethoden würden Verbesserung bringen

Brüssel – Die überwältigende Mehrheit an Fischbeständen in Europa befindet sich einer neuen Studie zufolge in einem schlechten Zustand. Rund 85 Prozent der Bestände in EU-Gewässern seien wegen Überfischung beeinträchtigt, teilte die Meeresschutz-Organisation Oceana am Montag vor einem Treffen der Fischereiminister in Brüssel mit.

Mit nachhaltigeren Fangmethoden könnten die Bestände – etwa von Dorsch in der Nordsee – jedoch erheblich gestärkt werden. Die jährlichen Fangmengen könnten dadurch insgesamt um fünf Millionen Tonnen zulegen, sagte Oceana-Chef Lasse Gustavsson. Dafür müssten unter anderem Laichgebiete und Jungtiere konsequenter geschützt werden.

Erholung dauert bis zu sieben Jahre

Kurzfristig sei dies mit Kosten für die Fischereiindustrie verbunden, hieß es weiter. Längerfristig gebe es jedoch deutliche Vorteile. Bis sich einzelne Bestände erholten, könne es bis zu sieben Jahre dauern. Die an der Erhebung beteiligten Wissenschafter untersuchten rund 400 Fischbestände in europäischen Gewässern. (APA, 14.11.2016)

  • Mit nachhaltigeren Fangmethoden könnten die Bestände – etwa von Dorsch in der Nordsee – jedoch erheblich gestärkt werden.
    foto: ap/axel heimken

    Mit nachhaltigeren Fangmethoden könnten die Bestände – etwa von Dorsch in der Nordsee – jedoch erheblich gestärkt werden.

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