Japans Wirtschaft wuchs stärker als erwartet

14. November 2016, 10:40
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BIP erhöhte sich im zweiten Quartal um 2,2 Prozent – Firmen investieren nach wie vor kaum, Privatkonsum lahmt

Tokio – Japans Wirtschaft ist dank einer Exportbelebung stärker gewachsen als Experten erwartet hatten. Im zweiten Quartal des laufenden Fiskaljahres zog das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um eine hochgerechnete Jahresrate von 2,2 Prozent an, wie die Regierung am Montag in Tokio mitteilte.

Damit beschleunigte sich das Wachstum im Vergleich zum ersten Quartal, als die Wirtschaftsleistung um hochgerechnete 0,7 Prozent gestiegen war.

Zudem übertraf das Wachstum die Erwartungen der von Bloomberg befragten Experten, die für das zweite Quartal im Durchschnitt einen Anstieg um 0,8 Prozent auf dem Zettel gehabt hatten. An der Börse wurden die Zahlen positiv aufgenommen. Der japanische Leitindex Nikkei 225 zog deutlich an und schloss mit einem Plus von 1,7 Prozent bei 17.672,62 Punkten.

Außenhandelsüberschuss

Getrieben wurde das Wachstum von einem Überschuss im Außenhandel, nachdem die Handelsbilanz zuletzt meist negativ ausgefallen war. Im zweiten Quartal zog der Export dagegen wegen eines gestiegenen Verkaufs von Elektronikbauteilen an.

Zudem ging der Wert der Einfuhren zurück. Hier profitiert das Land unter anderem von dem starken Yen, der zwar die Exporte erschwert, aber auf der anderen Seite die Einfuhren deutlich verbilligt. Zudem verbilligte sich der Import von Energie, auf den Japans Wirtschaft stark angewiesen ist, durch die fallenden Rohstoffpreise.

Enttäuschend fielen einmal mehr die Investitionen der Unternehmen aus. Diese stagnierten im zweiten Quartal. Volkswirte hatten hier mit einem leichten Anstieg gerechnet. Die privaten Konsumausgaben, die in Japan zu 60 Prozent zur Wirtschaftsleistung des Landes beitragen, konnten dagegen leicht zulegen – allerdings fiel das Plus mit 0,1 Prozent minimal aus und lag unter dem Vorquartalswert. (APA, 14.11.2016)

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