Facebook streicht heftig kritisierte Anzeigen-Selektion

12. November 2016, 11:09
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Tool erlaubte Werbung nach Abstammung, Hautfarbe und ethnischer Zugehörigkeit

Facebooks Werbe-Tool erlaubte bis vor kurzem noch zielgerichtete Werbung nach Abstammung, Hautfarbe und ethnischer Zugehörigkeit. Dies wurde nun nach lautstarker Kritik wieder entfernt. Besonders in den USA nutzten Werber die Möglichkeit Anzeigen bestimmten Zielgruppen wie Afroamerikaner oder asiatische Amerikaner in die Timeline zu setzen.

"Wollten nur gezieltes Targeting ermöglichen"

Facebook-Sprecher Erin Egan erklärte nun USA Today, dass die Auswahlkriterien ersatzlos gestrichen werden. Man hätte keine rassistischen Kontroversen befeuern, sondern einfach nur gezieltes Targeting ermöglichen wollen. Vorrangig ging es bei der gezielten Werbung darum, Menschen mit Fremdsprachenkenntnissen für Stellanzeigen, Kreditvergaben oder ähnlichem zu gewinnen, so Egan.

Facebook zeigt sich allerdings einsichtig

Laut der Sprecherin würde aber Facebook mittlerweile einsehen, dass Marketing in solchen Fällen als diskriminierend anzusehen ist und hat die Funktion nun entfernt. In den USA gab es nach Bekanntwerden der Werbe-Möglichkeiten regelrecht einen Aufschrei, bei dem Menschenrechtler und Jus-Experten über derartige Werbung diskutierten. (red, 12.11.2016)

  • Facebook erlaubte zielgerichtete Werbung nach Abstammung, Hautfarbe und ethnischer Zugehörigkeit. Dies wurde vom Unternehmen nach lautstarker Kritik widerrufen.
    foto: ap/chiu

    Facebook erlaubte zielgerichtete Werbung nach Abstammung, Hautfarbe und ethnischer Zugehörigkeit. Dies wurde vom Unternehmen nach lautstarker Kritik widerrufen.

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