Russland will Microsofts LinkedIn blockieren

12. November 2016, 10:42
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Portal widersetzt sich russischer Vorgaben, die User-Daten auf lokalen Servern zu speichern

Das Karriere-Netzwerk-Portal LinkedIn wird in Russland wohl in Bälde blockiert werden. Das von Microsoft kürzlich übernommene Unternehmen hält sich offenbar nicht an die Vorgabe, Daten russischer Nutzer auf lokalen Servern zu speichern. In wenigen Tagen könnte das Portal in Russland somit nicht mehr verfügbar sein.

Aufforderung nicht nachgekommen

Laut der Nachrichtenagentur TASS wäre LinkedIn nicht der Aufforderung der Kommunikationsaufsicht Roskomnadzor nachgekommen, die russischen Gesetze zu erfüllen. Als Konsequenz wird der Zugriff nun für russische Nutzer in Kürze gesperrt, so die Behörde weiters. Google, eBay und Uber wären der lokalen Speicherung bereits nachgekommen, sagt Roskomnadzor außerdem.

Klage gegen Regierung gescheitert

Nur Microsoft hätte in dieser Hinsicht noch nichts kommuniziert. LinkedIn wäre laut eigenen Angaben allerdings bereit gewesen, Gespräche mit der Behörde zu führen, um der Forderung nachzukommen. Roskomnadzor erklärte jedoch, dass von dem Unternehmen bisher keinerlei derartige Dokumente vorgelegt wurden. Eine Klage von LinkedIn gegen die Vorgabe ist zudem gescheitert.

Abhängigkeit reduzieren

Die Sperre des Portals würde mehrere Millionen von Mitgliedern betreffen, sowie zahlreiche Unternehmen, die das Netzwerk zu geschäftlichen Zwecken nutzen. Die Vorgabe, Daten von russischen Nutzern auf Servern in Russland zu speichern, wurde erlassen, um die Abhängigkeit von Diensten und Produkten aus dem Ausland zu reduzieren. (red, 12.11.2016)

  • Das Karriere-Netzwerk LinkedIn steht kurz vor einer Sperre in Russland, weil sich das Portal nicht an Vorgaben der dortigen Regierung hält.
    foto: reuters/galbraith

    Das Karriere-Netzwerk LinkedIn steht kurz vor einer Sperre in Russland, weil sich das Portal nicht an Vorgaben der dortigen Regierung hält.

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