Steirische Grüne wollen bessere Ausbildung für künftige Hausärzte

11. November 2016, 17:33
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Landtagsabgeordnete Krautwaschl: "Gut ausgebautes Hausarztsystem wichtigste Grundlage für Gesundheitsversorgung der Bevölkerung"

Graz – Die steirischen Grünen haben nach mehreren Gesprächen mit Gesundheits-Fachleuten in den Regionen festgestellt, dass unter anderem Bedarf bei der Ausbildung künftiger Hausärzte besteht. Weiters wurde auch ein Mangel im Angebot in der Logopädie und der Ergotherapie geortet, wie die Vorsitzende des Landtags-Gesundheitsausschusses, Sandra Krautwaschl, am Freitag in einer Pressekonferenz in Graz sagte.

Aus den Gesprächsrunden hätten sich mehrere Leitlinien und Problemfelder im Gesundheitsbereich in der Steiermark ergeben, die aus Sicht der Grünen dringend angegangen werden müssten. Dazu zähle mehr Unterstützung für Allgemeinmediziner, die u.a. unter zu viel Verwaltung, zu viel Bürokratie und zu wenig gemeinsame Planung mit allen Gesundheitsdienstleistern litten. Bei den Land- bzw. Hausärzten stünden in den nächsten zehn Jahren 30 Prozent vor der Pensionierung. Bei Landärzten gebe es bei Hausbesuchen mit weiten Entfernungen immer nur die gleiche Abgeltung.

Für Frauen wenig attraktiv

Für Frauen sei die Allgemeinmedizin als Beruf nicht mehr attraktiv. Viele wollten keine 40-Stunden-Stelle, die Kassen böten jedoch nur volle Verträge. Eine Stellenteilung müsse möglich sein. In den Bereichen Logopädie und Ergotherapie fehle es an Abgeboten in den Regionen, bei Wartezeiten von einem halben Jahr bis zu einem Jahr für Logopädie.

Für Krautwaschl ergibt sich aus den Gesprächsrunden, dass die wichtigste Grundlage für die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung ein gut ausgebautes Hausarztsystem sei. Dieses müsse in engster Zusammenarbeit mit Pflege, Therapien, psychosozialer Versorgung und Sozialarbeit wirken. Gefragt sei auch ein flächendeckender Ausbau der mobilen Dienste zur Entlastung der Pflegeheime und der Spitäler. (APA, 11.11.2016)

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