Berlin hält auch nach Anschlag an Afghanistan-Engagement fest

11. November 2016, 15:53
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Geheimdienst soll Sicherheitslage für Mitarbeiter evaluieren

Kabul – Die deutsche Bundesregierung hält auch nach dem tödlichen Anschlag auf das deutsche Generalkonsulat in Mazar-i-Sharif an ihrem Engagement in Afghanistan fest. Ein Sprecher von Außenminister Frank-Walter Steinmeier sagte am Freitag in Berlin, er könne sich nicht vorstellen, dass Deutschland oder die internationale Gemeinschaft ihre Hilfen für das Land überdenken könnten.

Es werde aber geprüft, wie die Sicherheitslage für Mitarbeiter verbessert werden könne, damit sich ein solcher Anschlag nicht wiederhole. Eine hundertprozentige Sicherheit gebe es in einem Land wie Afghanistan nicht.

Sechs Tote Afghanen, Deutsche unverletzt

Bei dem Anschlag auf die diplomatische Vertretung im Norden des Landes waren in der Nacht zum Freitag sechs Menschen getötet worden. Alle deutschen und afghanischen Mitarbeiter blieben unverletzt. Zu der Tat bekannten sich die radikalislamischen Taliban. Sie sprachen von Vergeltung für einen US-Luftangriff.

Deutschland ist auch 15 Jahre nach dem Sturz der Taliban in Afghanistan mit bis zu 980 Soldaten vertreten und stellt damit nach den USA das zweitgrößte Kontingent im Einsatz "Resolute Support". Damit soll die afghanische Armee unterstützt werden. (APA, 11.11.2016)

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