David Bowies Privatkollektion: Erfolgreiche Auktion in London

11. November 2016, 15:30
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Freitag zweiter und letzter Tag der Versteigerung

London – Mit teilweise weit über den Vorabschätzungen liegenden Auktionserlösen ist die Versteigerung der Kunstsammlung von David Bowie am Freitag bei Sotheby's in London fortgesetzt worden. So wechselte eine moderne Kreuzigungsszene von David Jones (1895-1974) zum sogenannten Hammerpreis von mehr als 80.000 Euro vor Steuern den Besitzer.

Der britische Maler war ein Namenskollege des im Jänner mit 69 Jahren gestorbenen Rockstars, der 1947 als David Robert Jones in London geboren wurde. Ein mit maximal 90.000 Euro taxiertes Gemälde des englischen Künstlers Christopher Richard Wynne Nevinson (1889-1946) wurde für gut 110.000 Euro ersteigert. Britische Kunst bildet auch am zweiten und letzten Tag der spektakulären Auktion zu Bowies Privatkollektion einen Schwerpunkt. Insgesamt kommen bis zum Abend noch etwa 300 Bilder, Skulpturen und Objekte unter den Hammer.

Alle Werke versteigert

Die Sotheby's-Auktion hatte schon zum Auftakt am Donnerstagabend die Erwartungen weit übertroffen. Alle 47 angebotenen Werke aus der Bowie-Kollektion wurden versteigert. Der Erlös lag bei fast 28 Millionen Euro, laut Sotheby's beliefen sich die Vorab-Schätzungen auf maximal 13 Millionen Euro. Allein das Gemälde "Air Power" des US-Amerikaners Jean-Michel Basquiat (1960-1988) erbrachte einen Kaufpreis von acht Millionen Euro statt der erwarteten drei bis vier Millionen. "David liebte, was er kaufte", sagte am Abend eine Sotheby's-Expertin. Das verstärke wohl auch die Begeisterung von Kunstkennern für diese Privatsammlung – und manche Bietergefechte. (APA, 11.11.2016)

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