Raiffeisen hat Bankfilialen durch einen Bus ersetzt

11. November 2016, 14:05
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Im Raum Leoben-Bruck – Noch im Testbetrieb – Rothensteiner: Sicher Übergangslösung

Wien/Leoben/Bruck an der Mur – Trotz vieler Filialschließungen gilt Österreichs Bankenlandschaft als überbesetzt mit Bankstandorten. Recht flächendeckend ist Raiffeisen vertreten. In der Region Leoben-Bruck hat die Bank vor einiger Zeit fünf Zweigstellen zugesperrt. Statt dessen fährt hier ein Bus mit Bankomat, Kontoauszugsdrucker und Besprechungszimmer an Bord die Orte ab.

"Der Bus fährt seit mehr als einem Jahr im Test, sicher als Übergangslösung", sagte RZB-Chef Walter Rothensteiner am Freitag bei einer Pressekonferenz in Wien. Noch wird ermittelt, wie stark die Bevölkerung auf diese Dienste zurückgreift. "Wir haben viele Kunden, die am Ersten des Monats ihre Pension in bar abheben."

Fahrende Bankstelle

Nach der Testphase werde man wissen, wo der Einsatz einer fahrenden Bankstelle Sinn macht und wo nicht. "Dann wird man nachrechnen", so Rothensteiner. "Auch ob das nicht womöglich teurer ist als eine Zweigstelle bisher. Das schauen wir uns an."

Der Bankbus wurde zum Start in der Region Bruck-Leoben als "Raiffeisen auf Rädern" beworben. Wöchentlich macht der Bus in der Region an fünf Orten zu fixen Zeiten zur Finanz-Nahversorgung halt.

Schnell erreichbar

In einer neuen Studie ("Humanvermögensbericht", Raiffeisen und Economica Institut für Wirtschaftsforschung) hat sich die Raiffeisen-Bankengruppe in Österreich u.a. die räumliche Erreichbarkeit erheben lassen. Ergebnis: Von 2.064 Gemeinden in Österreich – rund 98 Prozent aller Gemeinden – sei innerhalb von zehn Minuten eine Raiffeisen-Niederlassung mit dem Auto erreichbar. In 1.600 Gemeinden liegen ein oder mehrere Raiffeisen-Standorte.

Das dichte Bank-Netz im Land bringt für den Großteil der Raiffeisenbankbeschäftigten auch viel kürzere Arbeitswege als im Schnitt der Erwerbstätigen, die mit 18,6 Minuten achteinhalb Minuten länger von zuhause in die Arbeit brauchen als Raiffeisenbanker. Raiffeisen errechnet sich damit eine jährliche Zeitkostenersparnis von 10,6 Mio. Euro verglichen mit dem österreichweiten Durchschnitt. (APA, 11.11.2016)

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