Umfrage: Hofer leicht im Vorteil, doch keine Prognose möglich

11. November 2016, 12:59
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Die Mobilisierung in den letzten Tagen vor der Wahl werde entscheiden, sagt das Sora-Institut

Meinungsforscher lagen in letzter Zeit immer wieder ziemlich daneben – jüngstes Beispiel ist die Präsidentschaftswahl in den USA. Doch auch hierzulande sind die Institute derzeit vorsichtig: Es sei aktuell nicht möglich, den Ausgang der Präsidentenstichwahl am 4. Dezember vorherzusagen, erklären die Forscher von Sora. Lediglich ein leichter Vorteil für FPÖ-Kandidat Norbert Hofer sei bei einer Umfrage im Oktober festgestellt worden.

Grundsätzlich habe sich seit der aufgehobenen Stichwahl in der Wahlbevölkerung aber kaum etwas geändert. Die Stimmungslage bezüglich der Hofburgwahl sei stabil. Der Vorsprung Hofers gegenüber seinem Kontrahenten Alexander Van der Bellen reiche nicht aus, um eine Prognose abgeben zu können: Rund 51 Prozent der telefonisch Befragten hatten angegeben, Hofer zu wählen.

Nur ein Prozent Wechselwähler

Veränderungen gegenüber dem letzten Wahlergebnis seien jedenfalls fast ausschließlich durch Mobilisierung möglich: Nur etwa ein Prozent der Wahlberechtigten sei in der Zwischenzeit von einem Kandidaten zum anderen gewechselt. FPÖ-Mann Hofer schneide derzeit bei Männern ohne Matura und bei älteren Wählerinnen eine Spur besser ab als am 22. Mai.

Die Meinungsforscher attestieren beiden Kandidaten nun ein zusätzliches Potenzial von rund drei Prozent der Wahlberechtigten. Nicht ganz 400.000 Menschen seien derzeit "Nichtdeklarierte" – für die eine Hälfte komme Hofer, für die andere Van der Bellen "noch am ehesten infrage". Das Institut resümiert: Die letzten Tage vor der Wahl werden entscheidend sein. (mika, 11.11.2016)

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