EU-Kommissarin: TTIP dürfte für Trump nicht größte Priorität haben

11. November 2016, 09:44
30 Postings

Nicht die größte Priorität für die neue US-Regierung

Brüssel – Nach der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten erwartet die EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström eine Unterbrechung der TTIP-Freihandelsgespräche. "Es gibt gute Gründe zu glauben, dass es eine Pause bei TTIP geben wird, dass das hier nicht die größte Priorität für die neue Regierung sein dürfte", sagte sie am Freitagmorgen in Brüssel.

Trump hatte sich im Wahlkampf kritisch zu internationalen Freihandelsverträgen ausgesprochen.

Malmström plädierte dafür, dass beide Seiten auf "technischer Ebene" in Kontakt bleiben sollten. Zur Frage, ob es weitere Verhandlungsrunden geben werde, sagte sie hingegen: "Wahrscheinlich nicht." Bei bisher 15 offiziellen Gesprächsrunden, die wechselweise in Europa und den USA stattfinden, haben beide Seiten versucht, sich in der konkreten Formulierung des Abkommens näherzukommen.

Die EU und die USA verhandeln seit 2013 über eine "Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft" (TTIP). Mit rund 40 Prozent des Welthandels würde damit der bedeutendste Wirtschaftsraum der Welt entstehen. TTIP geht über Zollfragen hinaus und berührt auch Normen für Gesundheits- und Arbeitsschutz und Fragen der Konfliktregelung; das Projekt ist beiderseits des Atlantiks umstritten. (APA/dpa, 11.11.2016)

  • Handelskommissarin Cecilia Malmström möchte mit den TTIP-Verhandlern der USA "auf technischer Ebene" in Kontakt bleiben.
    foto: apa / charlier

    Handelskommissarin Cecilia Malmström möchte mit den TTIP-Verhandlern der USA "auf technischer Ebene" in Kontakt bleiben.

Share if you care.